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Stella Hähnel
deutsche Politikerin (NPD) Aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
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Stella Hähnel (geborene Palau, geschiedene Schweigert; * 1972 in Berlin) ist eine deutsche Politikerin (NPD) und war aufgrund ihrer Funktion als Bundessprecherin des Rings Nationaler Frauen beim NPD-Bundesparteitag im November 2006[1] und im Mai 2008 als Beisitzerin Mitglied des Bundesvorstandes der Partei.[2][3] Bis 2009 war sie im NPD-Bundesvorstand für das Referat Familie tätig.[4]
Leben
Zusammenfassung
Kontext
Die Bankangestellte Stella Palau[2] wurde Ende der 1990er Jahre NPD-Mitglied,[5] war eine der Anführerinnen des „Skingirlfreundeskreises Deutschland“ (SFD)[6] und zeichnete für die Website des SFD verantwortlich. Gleichzeitig wirkte sie als stellvertretende Vorsitzende der NPD in Berlin und Kreisvorsitzende in Pankow. Am 20. April 2000, dem Geburtstag Adolf Hitlers – die Wahl des Datums sei, so Palau in einem Interview mit der Berliner Tageszeitung Der Tagesspiegel, als Provokation gemeint gewesen –[7] heiratete sie in Berlin den bekannten Neonaziführer Oliver Schweigert (GdNF, FAP, NA).[8] Nach Auflösung des SFD im Jahr 2000 wurde sie Anfang 2001 eine der Mitgründerinnen der „Gemeinschaft Deutscher Frauen“ (GDF).[6][9][10] Nach ihrer Scheidung von Schweigert ging sie eine Beziehung mit dem NPD-Funktionär und „nationalen Liedermacher“ Jörg Hähnel ein, mit dem sie gemeinsam den NPD-Vorsitz in Berlin-Pankow ausübte.[11] Im Frühjahr 2006 verlagerte sie ihren Lebensmittelpunkt nach Hohen Neuendorf im Brandenburger Landkreis Oberhavel,[12] wo sie sich leitend im Familienzentrum Hohen-Neuendorf engagierte, bis sie nach Bekanntwerden ihres rechtsextremen Hintergrundes davon ausgeschlossen wurde.[13]
Stella Hähnel war 2007 im Berliner Landesvorstand der NPD[14] als Beisitzerin sowie als Pressesprecherin des Landesverbandes tätig[15][16] und veröffentlichte in der NPD-Parteizeitung Deutsche Stimme.[17] Zusammen mit Gitta Schüßler und Judith Rothe gründete sie im September 2006 den Ring Nationaler Frauen (RNF), eine bundesweite Unterorganisation der NPD, und wurde dessen Pressesprecherin und stellvertretende Vorsitzende.[18][15] Auf dem NPD-Bundesparteitag am 11. und 12. November 2006 wurde sie als RNF-Vertreterin und zweite Frau neben Doris Zutt in den NPD-Bundesvorstand für das Referat Familie aufgenommen.[6][1] Im Dezember 2007 heiratete sie ihren Lebensgefährten Jörg Hähnel und Palau trug nun den Nachnamen ihres Mannes.[2][19][20] Nochmals wurde Hähnel im Mai 2008 in ihrer Funktion als Bundessprecherin des RNF als Beisitzerin in den Bundesvorstand der NPD aufgenommen.[3] 2008 zog sie mit ihrem Mann von Oberhavel nach Teltow-Fläming.[21] Wie ihr Mann war Hähnel Mitglied der Ende März 2009 verbotenen Heimattreuen Deutschen Jugend.[22][23] Im Juli 2009 verursachte sie durch einen Misstrauensantrags den Rücktritt der RNF-Vorsitzenden Gitta Schüßler.[24] Bis Mitte Oktober 2009 wurde sie zusammen mit Judith Rothe kommissarische Nachfolgerin der Vorsitzenden des RNF, Gitta Schüßler. Zur Vorsitzenden des RNF wurde Mitte Oktober Edda Schmidt gewählt.[25]
Für die Bundestagswahl 2009 kandidierte sie als Direktkandidatin der NPD im Wahlkreis 63: Dahme-Spreewald – Teltow-Fläming III – Oberspreewald-Lausitz I und bei Landtagswahl in Brandenburg 2009 auf Platz 6 der Landesliste.[26] Bei beiden Wahlen scheiterte die NPD an der Fünf-Prozent-Hürde.
Im März 2013 wurde sie Vorsitzende des NPD-Kreisverbandes Dahmeland,[27][28] der aus den Landkreisen Teltow Fläming und Dahme-Spreewald besteht und 2014 30 Mitglieder hatte.[29]
Für die Bundestagswahl 2013 wurde Hähnel von der NPD auf Platz 2 der Landesliste Brandenburg gewählt. Für die Landtagswahl in Brandenburg 2014 wurde sie auf den siebten Platz der Landesliste gewählt. Bei beiden Wahlen scheiterte die NPD an der Fünf-Prozent-Hürde. Bei den Kommunalwahlen in Brandenburg 2014 erhielt die NPD 1,4 % der Stimmen und Hähnel gelangte so in den Kreistag des Landkreises Teltow-Fläming.[2][30][31]
Seit Februar 2017 arbeitet sie als freiberufliche Fotografin unter dem Namen Stella Rebekka Fotografie in Berlin, Teltow-Fläming und Süd-Brandenburg.[32] Sie lebt in der Gemeinde Am Mellensee im Landkreis Teltow-Fläming und hat drei Kinder.[33]
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Weblinks
- Birk Meinhardt: Die ganz harten Weichspülerinnen. In: bpb.de. 11. Oktober 2007 ., übernommen von Birk Meinhardt: Rechtsradikale Frauen: Weiblich, smart, extrem – Die ganz harten Weichspülerinnen. In: Süddeutsche.de. 30. Juni 2007 .
Einzelnachweise
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