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Blume des Jahres

Gedenkjahr Aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

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1979 gründete Loki Schmidt, die Ehefrau des damaligen deutschen Bundeskanzlers Helmut Schmidt, die Stiftung zum Schutze gefährdeter Pflanzen, die 1985 in Stiftung Naturschutz Hamburg und Stiftung zum Schutze gefährdeter Pflanzen umbenannt wurde. Einer der Hauptzwecke dieser Organisation ist die Wahl zur Blume des Jahres, einer öffentlichen Aufklärungskampagne, die 1980 ins Leben gerufen wurde. Diese Kampagne soll über den ökologischen Wert von Wildblumen und ihrer Lebensräume informieren und zu einem besseren Schutz der ausgewählten Arten beitragen. Die Ausrufung zur Blume des Jahres ist meist im Oktober; bei der Blume des Jahres 2012 wurde der Todestag der im Jahr 2010 verstorbenen Stiftungsgründerin Schmidt, der 21. Oktober, für die Ausrufung gewählt.[1] In Österreich ruft der Naturschutzbund Österreich die Blume des Jahres aus; er schloss sich dabei bis 2022 der Wahl der Loki Schmidt Stiftung an.

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Geschichte

Zusammenfassung
Kontext

In den 1970er Jahren kam dem Thema Umweltschutz in Medien und Politik wenig Aufmerksamkeit zugute. Zahlreiche Wildpflanzen waren zu dieser Zeit gefährdet und teilweise sogar vom Aussterben bedroht.[2] Vor allem intensive Landwirtschaft und Monokulturen stellen eine Gefahr für die Wildblumen dar, aber auch die Nutzung von Freiflächen als Bauland trägt zum Aussterben der Wildblumen bei. Aus diesem Anlass gründete Loki Schmidt die Stiftung zum Wohle gefährdeter Pflanzen, die 1980 zum ersten Mal den Titel „Blume des Jahres“ an den Lungen-Enzian verlieh. Seitdem wird dieser Titel jedes Jahr vergeben. Ausgewählt werden Wildpflanzen, deren Bestand in unseren Breiten gefährdet ist; die Öffentlichkeit soll für die Thematik des Wildpflanzenschutzes sensibilisiert werden, damit die seltenen Gewächse nicht vollständig aus der Naturlandschaft verschwinden. Auch der natürliche Vorkommensort der Pflanzen soll damit ins öffentliche Bewusstsein gebracht werden: 2011 galt die Aufmerksamkeit zum Beispiel dem Moor, dem Lebensraum der damaligen Blume des Jahres, der Moorlilie.[3]

2003 veröffentlichte Loki Schmidt ein Buch mit dem Titel „Die Blumen des Jahres“, zu dem Siegfried Lenz das Vorwort schrieb.

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Blumen des Jahres in Deutschland

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Blumen des Jahres in Österreich

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Literatur

Einzelnachweise

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