Evangelium nach Lukas

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Das Evangelium nach Lukas (altgriechisch εὐαγγέλιον κατὰ Λουκᾶν), zumeist als Lukasevangelium oder kurz als Lukas (abgekürzt: Lk) bezeichnet, ist das dritte Buch des Neuen Testaments in der christlichen Bibel. Es behandelt das Leben Jesu von dessen Geburt bis zur Himmelfahrt. Seit dem Mittelalter wird Lukas in 24 Kapitel unterteilt.

Während die anderen kanonischen Evangelien in sich abgeschlossene Schriften sind, handelt es sich bei Lukas um den ersten „Band“ des so genannten „lukanischen Doppelwerkes“: Das Evangelium und die Apostelgeschichte bilden formal und inhaltlich eine Einheit.

Da das Lukas-, das Matthäus- und das Markusevangelium viele Ähnlichkeiten und Übereinstimmungen im Textbestand aufweisen, die man in einer „Zusammenschau“ („Synopse“) darstellen kann, werden diese drei Evangelien als synoptische Evangelien bezeichnet.

Das Alltagsaltgriechisch (Koine) bzw. das Altgriechische kennzeichnet den Verfasser des Evangeliums nach Lukas als einen Autor mit hellenistischer Bildung, was sich auch in der gehobenen Sprache und der bewussten Aufnahme von Traditionen aus der antiken Historiographie dokumentiert. Er verfügte über ausgeprägte Kenntnisse der jüdischen Traditionen, möglicherweise gehörte der Verfasser zum Kreis der Gottesfürchtigen, die sich als Sympathisanten um die Diasporasynagoge sammelten, ohne dabei zum mosaischen Glauben zu konvertieren oder es handelte sich um einen Judenchristen.