Filmproduzent

verwaltet und steuert den Herstellungsprozess audiovisueller Produktionen / aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Ein Filmproduzent (englisch Film producer) verwaltet und steuert den Herstellungsprozess audiovisueller Produktionen. Er ist in allen Phasen verantwortlich für den technischen und den wirtschaftlichen Erfolg: Von der Stoff- und Drehbuchentwicklung über die Projektentwicklung, die Filmkalkulation und Filmfinanzierung, die Produktion bis hin zur Postproduktion und Fertigstellung der Nullkopie bzw. des Sendebandes.[1] Die künstlerische Gestaltung verantwortet dagegen der Filmregisseur.

Der Produzent produziert bewegte Bilder für alle Auswertungszwecke: Kino-, Fernseh-, Werbe- oder Industriefilme für Fernsehen, Kino, Bildtonträger, Internet und andere zur Übertragung audiovisueller Inhalte geeignete Medien.

Produzenten sind oft auf bestimmte Medien spezialisiert. Man unterscheidet zwischen Kinofilmproduzent, Fernsehproduzent (TV-Fiction), TV-Unterhaltungsproduzent (TV-Entertainment), Animationsfilmproduzent, Dokumentarfilmproduzent und Werbefilmproduzent.[2] Es gibt zahlreiche Produzenten, die sowohl für das Fernsehen als auch für das Kino produzieren.

Im weiteren Sinne wird das Filmproduktionsunternehmen ebenfalls als Filmproduzent bezeichnet. Als Rechtsform dafür kommt eine Kapitalgesellschaft (GmbH oder AG), eine Personenhandelsgesellschaft (KG oder OHG) oder eine BGB-Gesellschaft (z. B. bei einer Koproduktion), eine stille Gesellschaft oder ein Einzelunternehmen/unbeschränkt haftender Einzelkaufmann in Betracht.[3] Die aus Haftungsgründen am häufigsten gewählte Unternehmensform ist die der GmbH.