Hyksos

Zwischen ca. 1648 und 1550 v. Ch. in Ägypten regierende asiatische Volksgruppe / aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Die Hyksos oder Hykussos[2] (Mittelägyptisch Heka-chaset, Heqa-chaset, Heka-chasut, Heqa-chasut, übersetzt „Herrscher der Fremdländer“) waren eine Gruppe ausländischer Könige, die Ägypten für etwa 108 Jahre während der Zweiten Zwischenzeit regierten. Sie reichte von der 13. bis zum Ende der 17. Dynastie. Die angegebenen Zeiten schwanken etwas, aber im Allgemeinen gehen die Ägyptologen von ca. 1648–1550 v. Chr. aus. Dem ägyptischen Geschichtsschreiber Manetho zufolge bildeten die Könige die 15. und 16. Dynastie. Ursprünglich bezeichneten die Ägypter mit dem Begriff Hyksos ausländische Herrscher oder Nomadenchefs aus Südwestasien, später wurde daraus ein offizieller Königstitel.[3]

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Hyksos / Hykussos in Hieroglyphen






Heka-chaset / Heka-chasut[1]
Ḥqȝ-ḫȝst / Ḥqȝ-ḫȝswt[1]
Herrscher der Fremdländer[1]
Griechisch Hyxṓs (Ὑκσώς, Ὑξώς)
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Ägypten in der Zweiten Zwischenzeit

Der römisch-jüdische Historiker Flavius Josephus beschrieb die Hyksos, indem er Manetho zitiert[4], als rücksichtslose Eindringlinge, die die ägyptischen Städte niederbrannten und die Tempel zerstörten, auch sollen sie die einheimische Bevölkerung unterdrückt und versklavt haben. Josephus’ Darstellung, die 1600 Jahre nach der Machtübernahme der Hyksos-Herrschaft in Ägypten entstand, ist umstritten und hat lange Zeit für Unklarheit über ihre Herkunft und Entwicklung gesorgt. Archäologische Untersuchungen der letzten Jahrzehnte in Tell el-Dab’a, der Hyksos-Hauptstadt Auaris und im Wadi Tumilat haben zu einem wesentlich besseren Verständnis der Hyksos-Kultur beigetragen.[3]