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Louche-Effekt

Anisfällung bei Raki, Anis und Ouzo / aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

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Als Louche-Effekt (französisch louche ‚undurchsichtig‘, ‚verdächtig‘, ‚anrüchig‘) bezeichnet man die milchige Trübung zunächst klarer anishaltiger Spirituosen wie Absinth, Pastis, Sambuca, Ouzo, Mastika, Rakı oder Arak, wenn sie mit Wasser verdünnt oder sehr stark gekühlt werden.[1]

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Louche-Effekt durch Kühlung bei Ouzo

Zunächst sind winzige Mengen stark hydrophober Substanzen wie Anethol in Alkohol gelöst, der wiederum mit Wasser eine Lösung (ein homogenes Gemisch) bildet. Wenn sich der Alkoholanteil durch Zugabe von weiterem Wasser vermindert, scheidet sich die hydrophobe Substanz (z. B. ein ätherisches Öl) aus der alkoholischen Lösung ab und bildet mit dem Alkohol-Wasser-Gemisch eine Emulsion. Die Substanz liegt dabei fein verteilt in Form kleinster Kügelchen vor, welche das Licht brechen und die Mischung insgesamt trüb erscheinen lassen.

Mit Hilfe des Louche-Effekts kann der Anisgehalt verschiedener Getränke verglichen werden: Je trüber die Flüssigkeit bei einem bestimmten Mischungsverhältnis wird, desto mehr ätherisches Öl mit Anethol ist im Destillat enthalten.[1]

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