MKF 6

In der DDR gebaute Multispektralkamera zur kosmischen Fernerkundung der Erde / aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

MKF 6 ist eine Multispektralkamera, die in der DDR für die kosmische Fernerkundung der Erde gebaut wurde.

Optik der MKF-6
Bedienpult der MKF-6

Gebaut wurde die MKF 6 vom Kombinat VEB Carl Zeiss Jena mit organisatorischer Hilfe des im Mai 1973 gegründeten Institutes für Elektronik der Akademie der Wissenschaften der DDR (IE der AdW). Dort lieferte man bereits seit 1969 die Optik für die sowjetische Monderkundung. Für die MKF 6 wurden finanzielle und materielle Mittel aus einem speziellen Planteil im Staatsplan Wissenschaft und Technik zur Verfügung gestellt.

Die MKF 6 ermöglichte eine Kombination von Photogrammetrie und Spektrometrie. Sie war ab September 1976 auf der Sojus 22 und anschließend bis zum Ende der russischen Raumstation MIR bei allen Weltraumflügen der UdSSR/Russlands im Einsatz. Sie gilt als Meilenstein bei der Weltraumkartographie und wies den Weg zur Entwicklung der HRSC-Kamera, die ebenfalls in Kooperation mit dem Erben der VEB Carl Zeiss Jena, die heutige Carl Zeiss (Unternehmen) bzw. ihr Unternehmensteil Jena-Optronik GmbH entstand.

Wegen ihrer Eignung zur Spionage durfte die MKF 6 nicht in den Westen exportiert werden.