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Olympische Sommerspiele 1900/Leichtathletik – Stabhochsprung (Männer)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie


Sportart Leichtathletik
Disziplin Stabhochsprung
Geschlecht Männer
Ort Croix Catelan
Teilnehmer 8 Athleten aus 5 Ländern
Wettkampfphase 15. Juli 1900
Medaillengewinner
Gold
Irving Baxter (Vereinigte Staaten 45
 USA)
Silber
Meredith Colket (Vereinigte Staaten 45
 USA)
Bronze
Carl Albert Andersen (NorwegenNorwegen NOR)

Der Stabhochsprung der Männer bei den Olympischen Spielen 1900 in Paris wurde am 15. Juli 1900 im Croix Catelan entschieden.

Es gab einen US-amerikanischen Doppelsieg durch Goldmedaillengewinner Irving Baxter und dem Olympiazweiten Meredith Colket. Dritter wurde der Norweger Carl Albert Andersen.

Rekorde

Die damals bestehenden Weltrekorde waren noch inoffiziell.

Weltrekord 3,62 m Vereinigte Staaten 45
 USA
Raymond Clapp Chicago (USA), 18. Juni 1898[1]
Olympischer Rekord 3,30 m Vereinigte Staaten 44
 USA
William Hoyt Athen (Griechenland), 10. April 1896

Folgende Rekorde wurden im Stabhochsprung bei diesen Olympischen Spielen gebrochen oder eingestellt:

ORe 3,30 m Vereinigte Staaten 45
 USA
Irving Baxter

Ergebnisse

Platz Athlet Land Höhe (m)
1 Irving Baxter Vereinigte Staaten 45
 USA
3,30 (ORe)
2 Meredith Colket Vereinigte Staaten 45
 USA
3,25
3 Carl Albert Andersen NorwegenNorwegen Norwegen 3,20
4 Eric Lemming Schweden 1844
 Schweden
3,10
Jakab Kauser Ungarn 1867
 Ungarn
Émile Gontier Dritte Französische Republik
 Frankreich
7 Karl Gustaf Staaf Schweden 1844
 Schweden
2,80
8 August Nilsson Schweden 1844
 Schweden
2,60

Die US-Athleten Charles Dvorak, Daniel Horton und Bascom Johnson verzichteten auf eine Teilnahme, da ihre religiöse Überzeugung es ihnen verbot, an einem Sonntag einen Wettkampf zu bestreiten. Eigentlich hatten die Organisatoren der amerikanischen Mannschaftsleitung zugesichert, diesen Wettbewerb auf einen Wochentag zu verlegen, denn bei den Dreien handelte es sich um die seinerzeit weltbesten Stabhochspringer. Aus unerfindlichen Gründen fand der Wettbewerb nun doch statt – und das, ohne die amerikanische Teamleitung zu informieren. An den Folgetagen arrangierte man zur Revanche zwei inoffizielle Wettkämpfe, an denen die nicht startenden Athleten ihr Können beweisen sollten. In beiden übertrafen die Sieger die Leistung des offiziellen Olympiasiegers. Außerdem gab es ein sogenanntes Handicap-Springen mit Vorgabe – eine Wettkampfform, die damals auch bei Laufwettbewerben häufig ausgetragen wurde.

  • Am Montag, 16. Juli gewann Bascom Johnson (USA) mit 3,38 m.
  • In einem weiteren Wettbewerb gewann Daniel Horton mit 3,45 m vor Charles Dvorak (beide USA) mit 3,35 m.
  • Im Handicap-Springen mit Vorgabe siegte der Ungar Jakob Kauser.

Irving Baxter hatte am selben Tag auch schon den Wettbewerb im Hochsprung gewonnen und erfuhr nur per Lautsprecheransage, dass sein Name für den Stabhochsprung aufgerufen wurde – eigentlich war er von der Verlegung dieser Disziplin ausgegangen. Schnell zog er sich wieder um und gewann seine zweite Goldmedaille.

Wie beim auch Hochsprung sind für diesen Wettbewerb alle Angaben in den eingesetzten Quellen gleichlautend.

  • Doppelolympiasieger im Hoch- und Stabhochsprung Irving Baxter, USA
    Doppelolympiasieger im Hoch- und Stabhochsprung Irving Baxter, USA
  • Der US-amerikanische Olympiazweite Meredith Colket
    Der US-amerikanische Olympiazweite Meredith Colket
  • Die schwedischen Stabhochspringer August Nilsson, Olympiaachter (links), und Karl Staaf, Olympiasiebter (rechts), in der Mitte Kugelstoßer und Diskuswerfer Gustaf Söderström
    Die schwedischen Stabhochspringer August Nilsson, Olympiaachter (links), und Karl Staaf, Olympiasiebter (rechts), in der Mitte Kugelstoßer und Diskuswerfer Gustaf Söderström

Literatur

Einzelnachweise

  1. Ekkehard zur Megede, Die Geschichte der olympischen Leichtathletik, Band 1: 1896–1936, Verlag Bartels & Wernitz KG, Berlin, 2. Auflage 1970, S. 38
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Olympische Sommerspiele 1900/Leichtathletik – Stabhochsprung (Männer)
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