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Die Stolpersteine sind ein Projekt des Künstlers Gunter Demnig, das im Jahr 1992 begann. Mit im Boden verlegten kleinen Gedenktafeln, sogenannten Stolpersteinen, soll an das Schicksal der Menschen erinnert werden, die in der Zeit des Nationalsozialismus (NS-Zeit) verfolgt, ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden. Die quadratischen Messingtafeln mit abgerundeten Ecken und Kanten sind mit von Hand mittels Hammer und Schlagbuchstaben eingeschlagenen Lettern beschriftet und werden von einem angegossenen Betonwürfel mit einer Kantenlänge von 96 × 96 und einer Höhe von 100 Millimetern getragen.[1] Sie werden meist vor den letzten frei gewählten Wohnhäusern der NS-Opfer niveaugleich in das Pflaster bzw. den Belag des jeweiligen Gehwegs eingelassen. Am 29. Dezember 2019 verlegte Demnig in Memmingen den 75.000. Stolperstein.[2]

Stolperstein in Berlin-Charlottenburg
Länder mit verlegten Stolper­steinen (Stand November 2022)

Stolpersteine wurden in Deutschland wie auch in 30 weiteren europäischen Ländern verlegt.[3] Sie gelten als das größte dezentrale Mahnmal der Welt.[4][5] Die Marke Stolpersteine ist von Demnig seit 2006 beim Deutschen Patent- und Markenamt[6] und seit 2013 auf europäischer Ebene geschützt.[7]

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