Top-Fragen
Zeitleiste
Chat
Kontext
Japanische Maritime Selbstverteidigungsstreitkräfte
Seestreitkräfte Japans Aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Remove ads
Die Japanischen Maritimen Selbstverteidigungsstreitkräfte (japanisch 海上自衛隊 Kaijō Jieitai, englisch Japan Maritime Self-Defense Force, abgekürzt JMSDF) sind die De-facto-Marine Japans und der maritime Zweig der Selbstverteidigungsstreitkräfte. Sie sind der Nachfolger der Kaiserlich Japanischen Marine, die nach der Niederlage des japanischen Kaiserreiches im Pazifikkrieg aufgelöst wurde. Da das Land nach seiner Niederlage im Zweiten Weltkrieg in Artikel 9 der japanischen Verfassung auf Streitkräfte verzichtete, wird im Namen der Streitkräfte das Element der Selbstverteidigung betont.
Die JMSDF sind etwa 45.300 Mann stark[3] und haben eine genehmigte Obergrenze von 46.000 Soldaten. Ihr Fokus liegt auf der U-Jagd.
Remove ads
Auftrag
Der Auftrag der Maritimen Selbstverteidigungsstreitkräfte ist der Schutz der territorialen Integrität der japanischen Küstengewässer und wird durch die Insellage des Landes und der Abhängigkeit von natürlichen Bodenschätzen bestimmt. Daher ist die Hauptaufgabe der JMSDF, vor einer Invasion abzuschrecken und diese im Notfall bekämpfen zu können. Allerdings soll sie im Rahmen der internationalen Beziehungen zu einem möglichst friedlichen Miteinander beitragen.[4][5]
Remove ads
Organisation
Zusammenfassung
Kontext


Die maritimen Selbstverteidigungskräfte bestehen aus folgenden Flotten und Kommandos:[6]
Verteidigungsministerium (防衛省)
Admiralstab (海上幕僚監部); Ichigaya, Präfektur Tokio
Selbstverteidigungsflotte (自衛艦隊); Yokosuka, Präfektur Kanagawa
Geleitflotte (護衛艦隊); Yokosuka, Präfektur Kanagawa
1. Geleitflottille (第1護衛隊群); Yokosuka, Präfektur Kanagawa
2. Geleitflottille (第2護衛隊群); Sasebo, Präfektur Nagasaki
3. Geleitflottille (第3護衛隊群); Maizuru, Präfektur Kyōto
4. Geleitflottille (第4護衛隊群); Kure, Präfektur Hiroshima
Flottenausbildungskommando (海上訓練指導隊群); Yokosuka, Präfektur Kanagawa
Marineflieger (航空集団); Atsugi, Präfektur Kanagawa
1. Marinefliegergeschwader (第1航空群); Kanoya, Präfektur Kagoshima
2. Marinefliegergeschwader (第2航空群); Hachinohe, Präfektur Aomori
4. Marinefliegergeschwader (第4航空群); Atsugi, Präfektur Kanagawa
5. Marinefliegergeschwader (第5航空群); Naha, Präfektur Okinawa
21. Marinefliegergeschwader (第21航空群); Tateyama, Präfektur Chiba
22. Marinefliegergeschwader (第22航空群); Ōmura, Präfektur Nagasaki
31. Marinefliegergeschwader (第31航空群); Iwakuni, Präfektur Yamaguchi
U-Boot-Flotte (潜水艦隊); Yokosuka, Präfektur Kanagawa
Minenabwehrflotte (掃海隊群); Yokosuka, Präfektur Kanagawa
Flottenaufklärungskommando (艦隊情報群); Yokosuka, Präfektur Kanagawa
Unterstützungsgruppe für maritime Operationen/U-Boot-Abwehr (海洋業務・対潜支援群); Yokosuka, Präfektur Kanagawa
Kommando für Forschung und Entwicklung (開発隊群); Yokosuka, Präfektur Kanagawa
Lufttrainingskommando (教育航空集団); Kashiwa, Präfektur Chiba
Trainingsstaffel Shimofusa (下総教育航空群); Kashiwa, Präfektur Chiba
Trainingsstaffel Tokushima (徳島教育航空群); Tokushima, Präfektur Tokushima
Trainingsstaffel Ozuki (小月教育航空群); Shimonoseki, Präfektur Yamaguchi
- Trainingsflotte (練習艦隊); Kure, Präfektur Hiroshima
- Fernmeldekommando (システム通信隊群); Ichigaya, Präfektur Tokio
- Universität der Marine (海上自衛隊幹部学校); Meguro, Präfektur Tokio
- Offizierschule der Marine (海上自衛隊幹部候補生学校); Etajima, Präfektur Hiroshima
- 1. Marineschule (海上自衛隊第1術科学校); Etajima, Präfektur Hiroshima
- 2. Marineschule (海上自衛隊第2術科学校); Yokosuka, Präfektur Kanagawa
- 3. Marineschule (海上自衛隊第3術科学校); Kashiwa, Präfektur Chiba
- 4. Marineschule (海上自衛隊第4術科学校); Maizuru, Präfektur Kyōto
- Materialkommando (海上自衛隊補給本部); Kita, Präfektur Tokio
Remove ads
Flotte
Zusammenfassung
Kontext
Eine Übersicht über die Schiffe und Boote der JMSDF findet sich in der Liste von Schiffen der Japanischen Maritimen Selbstverteidigungsstreitkräfte.
Hubschrauberträger




- 2 Hubschrauberträger der Izumo-Klasse
- 2 Hubschrauberträger der Hyūga-Klasse
Zerstörer und Fregatten
- 2 Lenkwaffenzerstörer der Maya-Klasse
- 2 Lenkwaffenzerstörer der Atago-Klasse
- 4 Lenkwaffenzerstörer der Kongō-Klasse
- 2 U-Jagdzerstörer der Asahi-Klasse
- 4 U-Jagdzerstörer der Akizuki-Klasse
- 5 U-Jagdzerstörer der Takanami-Klasse
- 9 U-Jagdzerstörer der Murasame-Klasse
- 8 U-Jagdzerstörer der Asagiri-Klasse
- 6 Geleitzerstörer der Abukuma-Klasse
- 8 Fregatten der Mogami-Klasse
U-Boote
- 4 U-Boot der Taigei-Klasse
- 12 U-Boote der Sōryū-Klasse
- 7 U-Boote der Oyashio-Klasse
Minenabwehrfahrzeuge
- 4 Hochseeminensuchboote der Awaji-Klasse
- 3 Küstenminensuchboote der Enoshima-Klasse
- 3 Küstenminensuchboote der Hirashima-Klasse
- 7 Küstenminensuchboote der Sugashima-Klasse
Amphibische Einheiten
- 3 Panzerlandungsschiffe der Ōsumi-Klasse
- 2 Landungsboote der LCU-1-Klasse
- 6 Luftkissenlandungsboote Landing Craft Air Cushion
Hilfsschiffe
- 2 Versorger der Mashu-Klasse
- 3 Versorger der Towada-Klasse
- 2 Versorger der YOT-01-Klasse
- 2 Tender der Uraga-Klasse
- 2 Schulschiffe der Hatakaze-Klasse
- 1 Schulschiff der Kashima-Klasse
Unbemannte Wasserfahrzeuge
Rüstungsprojekte

- Fregatten der Mogami-Klasse – 2 Einheiten in Ausrüstung bzw. Bau, 2 Einheiten geplant
- U-Boote der Taigei-Klasse – 3 Einheiten in Ausrüstung bzw. Bau
- Hochseeminensuchboote der Awaji-Klasse – 1 Einheit in Ausrüstung
- Aegis system equipped vessels (ASEV) – 2 Einheiten (Lenkwaffenzerstörer) bestellt
- 13DDX – 2 Einheiten (Mehrzweckzerstörer) geplant
- New FFM – 12 Einheiten (Fregatten) geplant
- Next-Generation Offshore Patrol Vessel – 12 Einheiten (Patrouillenschiffe) geplant
Remove ads
Luftfahrzeuge
Zusammenfassung
Kontext
Die Japanischen Maritimen Selbstverteidigungsstreitkräfte betreiben 146 Flugzeuge und 145 Hubschrauber (Stand Ende 2024).[10] Ein bedeutender Teil dieser Luftfahrzeuge wurde durch die nationale Flugzeugindustrie hergestellt.
Remove ads
Dienstgrade und Dienstgradabzeichen
Offiziere
Unteroffiziere und Mannschaften
Remove ads
Literatur
- Bruno Hofbauer: Kaijō Jieitai – Die Japanischen Maritimen Selbstverteidigungsstreitkräfte. In: MarineForum, 9/2019, ISSN 0172-8547, S. 20–24.
Weblinks
Commons: Maritime Selbstverteidigungsstreitkräfte – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
- Offizielle Internetpräsenz der Maritime Selbstverteidigungsstreitkräfte (englisch) (japanisch)
- Maritime Selbstverteidigungsstreitkräfte. GlobalSecurity.org (englisch)
- Die JMSDF in einer Länderbeschreibung ( vom 30. März 2015 im Internet Archive) der Kongressbibliothek der Vereinigten Staaten (englisch)
- Maritime Staff Office (JMSDF). ( vom 20. November 2016 im Internet Archive) Warships of JMSDF (englisch)
Remove ads
Einzelnachweise
Wikiwand - on
Seamless Wikipedia browsing. On steroids.
Remove ads