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Margarethe von Italien
Königin von Italien Aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
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Margarethe Maria Therese Johanna (italienisch Margherita Maria Teresa Giovanna di Savoia; * 20. November 1851 in Turin; † 4. Januar 1926 in Bordighera) war als Gemahlin Umbertos I. von 1878 bis 1900 Königin von Italien.


Herkunft, Ehe, Politik, Interessen
Zusammenfassung
Kontext
Margarethe war die Tochter des Prinzen Ferdinand von Savoyen, 1. Herzogs von Genua (1822–1855) und der sächsischen königlichen Prinzessin Elisabeth (1830–1912).
Sie vermählte sich am 22. April 1868 in Turin mit ihrem Cousin, dem damaligen Kronprinzen von Italien, Umberto I., der 1878 den Thron bestieg. Sie war die Mutter des Kronprinzen und nachmaligen Königs Viktor Emanuel III. von Italien. Umberto I. fiel 1900 dem Attentat eines Anarchisten zum Opfer. Nach dessen Tod wohnte sie im Palazzo Margherita in Rom.
Margarethe war nationalistisch, konservativ und antiparlamentarisch eingestellt sowie tief religiös. Sie unterstützte den Aufstieg von Benito Mussolini.[1] Den Kriegseintritt Italiens auf der Seite der Alliierten 1915 lehnte sie allerdings ab, wohl da ihre Mutter eine deutsche Prinzessin war.

Sie war eine großzügige Patronin der Künste. Der deutsche Malerfürst Franz von Lenbach schuf in seinem römischen Atelier ein Portrait von Königin Margarethe. Der italienische Dichter Giosuè Carducci widmete ihr 1878 eine bekannte Ode. In Gressoney, wo sie für ihre Sommeraufenthalte das Schloss Castel Savoia erbauen ließ, förderte sie – eine Halbdeutsche – die Belange der örtlichen deutschsprachigen Ortsbewohner.[2]
Margarethe zeigte großes Interesse an der Luftfahrt. Bereits 1884 unternahm sie in Turin einen Ballonaufstieg mit dem Luftschiffer Émile-Louis Julhès.[3] 1908 reiste sie nach Frankreich, um in Le Mans die ersten Flugvorführungen in Europa von Wilbur Wright anzusehen, der dort als Gast von Léon Bollée weilte.[4] Etwa um die gleiche Zeit stiftete sie einen im allegorischen Stil gehaltenen Luftschiffer-Preis, der einen barocken Ballon zeigte.[5]
Margarethe war mit der heiligen Elisabeth von Thüringen verwandt. Da diese nach ihrer Ehe mit dem Landgrafen von Thüringen ihre drei letzten Lebensjahre in Marburg verbrachte, besuchte die italienische Königin 1897 die Region. Da ihr die zur Begrüßung angetretenen Soldaten der Marburger Garnison gefielen und sie dies Kaiser Wilhelm II. mitteilte, ernannte der deutsche Kaiser die italienische Königin zum Regimentschef des in Marburg gelegenen Preußischen Jägerbataillons 11, des vormaligen Kurhessischen Jägerbataillons 11. Seit dieser Zeit trugen die Marburger Jäger als besonderes Zeichen der Wertschätzung die italienische Krone sowie ein großes M für „Margarethe“ auf ihren Schulterklappen.
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Trivia
- Die Pizza Margherita trägt den Namen der Königin.
- Eine Variante des Gebäcks Panforte wurde Margarethe anlässlich ihres Besuches in Siena gewidmet, bis heute trägt es den Namen Panforte Margherita.
- Nach Königin Margherita ist die alpine Schutzhütte Capanna Regina Margherita auf der Signalkuppe, die Punta Margherita, einer der Gipfel der Grandes Jorasses in der Mont-Blanc-Gruppe, sowie die Cima Margherita in der Brentagruppe benannt.
- Der höchste Gipfel des Ruwenzori-Gebirges in Afrika, der Margherita Peak, trägt ebenfalls ihren Namen.
- Es gibt eine romantische Theorie für die Namensfindung der Firmenfarbe „celeste“ (deutsch: himmlisch) des Fahrradherstellers Bianchi. Edoardo Bianchi soll seine Königin das Radfahren gelehrt haben. So verwendete er das Blau ihrer Augenfarbe als Grundlage des Farbtons celeste.
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Vorfahren
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Literatur
- Daniela Adorni: Margherita di Savoia, regina d’Italia. In: Mario Caravale (Hrsg.): Dizionario Biografico degli Italiani (DBI). Band 70: Marcora–Marsilio. Istituto della Enciclopedia Italiana, Rom 2007.
- Margherita di Savoia. In: Dizionario di Storia, Rom 2010.
Weblinks
Commons: Margarethe von Italien – Sammlung von Bildern
- Margherita di Savoia regina d’Italia. In: Enciclopedia on line. Istituto della Enciclopedia Italiana, Rom.
Einzelnachweise
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