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Oak Ridge Boys
US-amerikanische Band Aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
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Oak Ridge Boys sind ein US-amerikanisches Gesangsquartett, das in den 1940er Jahren mit Gospel-Musik begann und in den 1970ern und 1980ern mit Country- und Pop-Musik erfolgreich war.
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Anfänge
Die Gruppe wurde Anfang der 1940er Jahre von Wally Fowler als Harmony Quartet gegründet. Vorläufer waren die Georgia Clodhoppers, die seit Mitte der 1930er Jahre unter der Leitung Fowlers musiziert hatten. Da die Gruppe regelmäßig in den Atomfabriken des Oak Ridge National Laboratory auftrat, nahm sie 1945 den Namen Oak Ridge Quartet an.
1949 kam es zu einer kompletten Umbesetzung. Bandleader Fowler entließ alle Mitglieder und ersetzte sie durch Bob Weber und sein Calvary Quartet. 1956 löste Fowler das Oak Ridge Quartet auf und verkaufte die Namensrechte an Smitty Gatlin. Dieser heuerte neue Musiker an und nannte sie 1961 in Oak Ridge Boys um. 1963 wurde mit dem Warner Brothers Label ein Schallplattenvertrag abgeschlossen.
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Karriere
Zusammenfassung
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Eine zunächst vorsichtige Umorientierung in Richtung Country-Musik wurde 1964 durch den Einstieg von William Lee Golden und 1966 von Duane Allen eingeleitet, der Gatlin ersetzte. Die Haare wurden länger, und die Begleitband mit einem Schlagzeuger erweitert. Der Popularität unter den Anhängern der Gospelmusik tat das zunächst keinen Abbruch. 1971 erhielt man sogar einen Grammy für den Song Talk About The Good Times. 1972 ersetzte Richard Sterban den Bassisten Noel Fox, und ein Jahr später wurde Joe Bonsall für Willie Wynn eingestellt. Damit hatte sich die Besetzung zusammengefunden, die über mehr als ein Jahrzehnt zahlreiche Top-Hits hervorbringen sollte.
Die Umorientierung zur Country-Musik wurde vor allem von Duane Allen vorangetrieben. In der Gospelszene gab es nur wenig Zustimmung, und es begann eine längere Durststrecke. Einen ersten kleinen Erfolg gab es 1973, als sie von Johnny Cash für eine Singleaufnahme engagiert wurden. Wenig später wurden sie vom Columbia unter Vertrag genommen. Die Verkaufszahlen ihrer Schallplatten gingen derartig zurück, dass die Gruppe kurz vor der Aufgabe stand. Es gab allerdings weitere Gospel-Grammys, unter anderem für die Single The Baptism of Jesse Taylor.
Die endgültige Hinwendung zur Country-Musik erfolgte 1977 nach einem Wechsel zum ABC/MCA-Label. Bereits ihre erste Single für das neue Label, Y'All Come Back Saloon erreichte Platz drei der Country-Charts. Mit I'll Be True To You schafften sie 1978 ihren ersten Nummer-1-Hit. Im selben Jahr wurden die Oak Ridge Boys sowohl von der Country Music Association als auch von der Academy of Country Music als Gesangsgruppe des Jahres ausgezeichnet.
In den folgenden Jahren gab es eine lange Folge weiterer Top-10-Platzierungen und Nummer-1-Hits. Außerdem gab es eine Vielzahl weiterer Auszeichnungen. Ihr größter Hit war 1981 Elvira, der Platz eins der Country-Charts und Platz fünf der Pop-Hitparade erreichte. Da sich ihre Schallplatten in vielen Fällen auch im Pop-Lager verkauften, waren die Umsätze entsprechend hoch. Erst Mitte der 1980er ließen Verkaufszahlen und Hitparaden-Platzierungen nach.
1986 wurde das dienstälteste Gruppenmitglied William Lee Golden von seinen Kollegen aus der Band geworfen. Der seit einiger Zeit ungepflegt wirkende und übergewichtige Golden, der mit seinem überlangen Bart entscheidend das optische Bild geprägt hatte, war nicht zuletzt aufgrund seines eigensinnigen Verhaltens zu einer Belastung geworden. Für ihn kam Steve Sanders. Eine Zeitlang konnte wieder an die alten Erfolge angeknüpft werden. Bis Anfang der 1990er Jahre wurden weitere Top-Hits verbucht.
1990 wechselten sie zum RCA-Label. 1996 beendete Sanders seine Mitarbeit. Für ihn kehrte William Lee Golden zurück. Die Gruppe unternahm weiterhin zahlreiche Auftritte. Hitparadenerfolge gab es nicht mehr. Eine neue Generation hatte die mittlerweile in die Jahre gekommenen Oak Ridge Boys verdrängt.
Auf dem 2009 erschienenen Album The Boys Are Back (Die Jungs sind zurück) ist unter anderem eine Coverversion des Liedes Seven Nation Army der amerikanischen Rockband The White Stripes zu hören. Im August 2011 wurden die Oak Ridge Boys als Mitglieder in die Grand Ole Opry aufgenommen.[1] Am 6. Dezember 2018 traten sie beim Staatsbegräbnis für George H. W. Bush auf.[2]
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Diskografie
Zusammenfassung
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Alben
Weitere Alben
- 1958: The Oak Ridge Quartet
- 1959: Sing and Shout
- 1959: The Oak Ridge Quartet
- 1960: Master Showman of Song
- 1960: Go Out to the Program
- 1961: You’ll Never Walk Alone
- 1962: He Whispers Sweet Peace to Me
- 1962: With Sounds of Nashville
- 1963: Folk Minded Spirituals for Spiritual Minded Folk
- 1964: Together (mit The Harvesters)
- 1964: Sing for You
- 1964: Singing the Gospel
- 1964: I Wouldn’t Take Nothing for My Journey Now
- 1965: The Sensational Oak Ridge Boys from Nashville Tennessee
- 1965: The Solid Gospel Sound of the Oak Ridge Quartet
- 1966: River of Life
- 1966: Sing Serve Life (mit Smitty Gatlin)
- 1966: Songs We Wish We'd Recorded First
- 1967: Duane Allen Out Front
- 1967: At Their Best
- 1967: A Great Day
- 1968: New Horizons
- 1969: It’s Happening!
- 1970: Thanks
- 1971: Talk About the Good Times
- 1971: International
- 1972: Jesus Christ, What a Man!
- 1972: Performance
- 1972: Light
- 1973: Street Gospel
- 1973: The Lighthouse & Other Gospel Hits
- 1973: Hymns
- 1975: Sky High
- 1976: Old Fashioned, Down Home, Hand Clappin’, Foot Stompin’, Southern Style, Gospel Quartet Music
- 1977: Live
- 1992: The Long Haul
- 1995: Country Christmas Eve
- 1997: Revival
- 1999: Voices
- 2004: The Journey
- 2005: Common Thread
- 2006: Front Row Seats
- 2019: Down Home Christmas
Livealben
- 2014: Boys Night Out
Kompilationen
Weitere Kompilationen
- 1975: The Sensational Oak Ridge Boys
- 1979: Sing for Him
- 1992: The Oak Ridge Boys Collection (US:
Gold)
- 1993: The Best of The Oak Ridge Boys
- 2000: 20th Century Masters: The Millennium Collection
- 2006: The Definitive Collection
- 2007: Gold
Singles
Weitere Singles
- 1973: The Baptism of Jesse Taylor
- 1974: He’s Gonna Smile on Me
- 1974: Loves Me Like a Rock
- 1975: Rhythm Guitar
- 1975: Heaven Bound
- 1976: Where the Soul Never Dies
- 1976: Whoever Finds This, I Love You
- 1978: Easy
- 1982: Christmas Is Paintin’ the Town
- 1999: Baby When Your Heart Breaks Down
- 2001: Write Your Name Across My Heart
- 2002: The Most Inconvenient Christmas
- 2003: Colors
- 2003: Glory Bound
- 2004: Bad Case of Missing You
- 2005: Someplace Green
- 2005: Ordinary Days
- 2006: It’s Hard to Be Cool (In a Minivan)
- 2007: Closer to Home
- 2007: Did I Make a Difference
- 2009: Seven Nation Army
- 2009: Mama’s Table
- 2011: Whatcha Gonna Do
- 2015: Sweet Jesus
- 2018: Brand New Star
Gastbeiträge
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Auszeichnungen (nur Country-Musik)
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Weblinks
Commons: Oak Ridge Boys – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Einzelnachweise
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