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Probation
Verurteilung zu einer Bewährungsstrafe (USA) Aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
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Probation (von lateinisch probatio, ‚Probe-Verfahren‘[1]) bedeutet im US-amerikanischen Strafrecht die Verurteilung zu einer Bewährungsstrafe. Davon zu unterscheiden ist die Aussetzung des Strafrestes zur Bewährung (Parole).[2][3]
Während der Verurteilte bei der Probation auf freiem Fuß bleibt, verbringt er bei der Parole nur den Strafrest außerhalb des Gefängnisses. Zu den häufig auferlegten Auflagen, die von einem Bewährungshelfer (Probation Officer) überwacht werden, gehört in diesem Fall das Tragen einer GPS-Fußfessel.
Dieses System entspricht in Deutschland der Strafaussetzung zur Bewährung (§ 56, § 57 StGB). Anders als in Deutschland ist in den USA jedoch die Probation nicht nur für natürliche Personen, sondern seit den 1980er Jahren auch im Unternehmensstrafrecht anerkannt (Corporate Probation).[4][5]
Als Elemente einer New Penology[6] sollten Probation und Parole die Zahl der Inhaftierungen senken und die Resozialisierung fördern, bewirkten wegen zahlreicher Verstöße gegen Bewährungsauflagen tatsächlich jedoch genau das Gegenteil.[7]
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Literatur
- W.P. Weller: Das anglo-amerikanische Rechtsinstitut der Probation (unter Hinweis auf die Möglichkeiten seiner Verwirklichung im schweizerischen Erwachsenen-Strafrecht). Univ.-Diss., Zürich 1976.
- Dieter Bindzus, Robin O. Debie: Strafvollzug in den USA zu Beginn des 21. Jahrhunderts. Zeitschrift für Strafvollzug und Straffälligenhilfe 2003, S. 332–344.
- Howard Abadinsky: Probation and Parole: Corrections in the Community. 13., überarbeitete Auflage. Pearson, New York 2017. ISBN 978-0-13-454861-6 (englisch).
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Einzelnachweise
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