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Schaf-Schwingel

Art der Gattung Schwingel (Festuca) Aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Schaf-Schwingel
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Der Begriff Schaf-Schwingel beschreibt die zu den Süßgräsern (Poaceae) gehörende sehr heterogene, formenreiche Schaf-Schwingel-Gruppe (Festuca ovina agg.) (= Sammelart). Sie umfasst nahe verwandte, in ihrer Gestalt sehr ähnliche Sippen (Taxa), die sich nach Aufblühzeitpunkten, verschiedenen Differenzen in Blatt- und Blütenmerkmalen sowie nach ihren ökologischen Präferenzen und ihrer geographischen Verbreitung differenzieren lassen.

Schnelle Fakten w. S., Systematik ...
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Verbreitung

Der Schaf-Schwingel ist je nach Sippe in ganz Europa, im gemäßigten Asien, Nordafrika und Nordamerika unterschiedlich verbreitet.

Beschreibung

Zusammenfassung
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Bei den Arten der Gruppe handelt es sich um mehrjährige krautige Pflanzen. Die Gräser erreichen Wuchshöhen bis zu 60 Zentimetern. Sie sind von dichtem horstförmigem Wuchs mit borstlichen bis binsenförmigen, fest zusammengefalteten Blättern. Sie sind hell- bis dunkelgrün, blaugrau bereift oder unbereift (abwischbare Wachsschicht). Die Blattscheiden sind im Gegensatz zur Sammelart Festuca rubra agg. höchstens im unteren Drittel geschlossen. Die Blatthäutchen sind kurz und unscheinbar. Am Übergang von der Blattscheide zur Blattspreite sind kleine runde Öhrchen entwickelt.

Die Rispen werden bis zu 12 Zentimeter lang. Sie sind vor und nach der Blüte zusammengezogen. Die Rispenäste stehen aufrecht. Der unterste Ast erreicht etwa ein Drittel der Rispenlänge. Die Ährchen sind länglich-eiförmig und grün bis purpurn überlaufen. Sie sind drei- bis achtblütig. Die Hüllspelzen sind schmal lanzettlich und auf dem Kiel kurz bewimpert. Die Deckspelzen sind begrannt oder unbegrannt. Die Blütezeit erstreckt sich von April bis Oktober, je nach Sippe jedoch unterschiedlich.

Die Merkmale werden innerhalb der verschiedenen Sippen vielfältig variiert und es existieren zahlreiche Übergänge, sodass eine Bestimmung nicht selten erschwert ist. Inzwischen wurden gute Erkennungsmerkmale wie Blattquerschnitte und darin erkennbare Leitbündel und Sklerenchymstränge (strangartiges Verstärkungsgewebe) erarbeitet.

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Kleinarten

Zusammenfassung
Kontext

Die Artenliste richtet sich nach einer Bearbeitung von E. Patzke & G. H. Loos und umfasst einen Komplex sehr ähnlicher, zum Teil noch unbeschriebener Sippen.[1]

Weitere Informationen Deutscher Name, Wissenschaftlicher Name ...
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Verwendung

Schaf-Schwingel kommen meist auf extremen Standorten vor, wo anspruchsvollere Futtergräser nicht mehr gedeihen und sie von diesen nicht verdrängt werden können. Sie werden selbst von Schafen nur ungern gefressen. Auch das Heu gilt als minderwertig. Schaf-Schwingel behindert oft mit seinem dichten Stand und schlecht zersetzbaren Resten den Wasser- und Luftwechsel im Boden. Er wird aber als Untergras für sonnige, trockene Lagen auf nährstoffarmen Böden empfohlen. Auch zur Bodenbefestigung auf trockenen Hängen und Böschungen ist die Art in Saatgutmischungen von Bedeutung.[2]

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Siehe auch

Quellen

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