Aron Baynes (* 9. Dezember 1986 in Gisborne, Neuseeland) ist ein australischer Basketballspieler. Baynes ist 2,08 Meter groß und läuft meist als Center auf. Er nahm mit Australiens Nationalmannschaft an drei Olympischen Spielen teil. Nachdem Baynes im NBA-Draftverfahren 2009 nicht ausgewählt worden war, schloss er sich dem litauischen Verein BC Lietuvos Rytas an,[1] wechselte später in die nordamerikanische Liga.

Schnelle Fakten Spielerinformationen, Vereine als Aktiver ...
Basketballspieler
Basketballspieler
Aron Baynes
Thumb
Aron Baynes (links) verteidigt John Wall (rechts)
Spielerinformationen
Voller Name Aron Baynes
Geburtstag 9. Dezember 1986 (37 Jahre)
Geburtsort Gisborne, Neuseeland
Größe 208 cm
Position Center
College Washington State
NBA Draft 2009, ungedraftet
Trikotnummer 46
Vereine als Aktiver
2005–2009 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Washington State Cougars (NCAA)
2009–2010 Litauen BC Lietuvos Rytas
2010–2011 Deutschland EWE Baskets Oldenburg
2011–2012 Griechenland Ikaros Kallitheas
2012–2013 Slowenien Union Olimpija Ljubljana
2013–2015 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten San Antonio Spurs
2013 Vereinigte StaatenVereinigte StaatenAustin Toros (D-League)
2015–2017 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Detroit Pistons
2017–2019 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Boston Celtics
2019–2020 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Phoenix Suns
2020–2021 Kanada Toronto Raptors
seit 2022 AustralienAustralien Brisbane Bullets
Nationalmannschaft
2010– AustralienAustralien Australien
Medaillenspiegel
Olympische Spiele 0 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 1 × Bronzemedaille
Ozeanienmeisterschaften 1 × Goldmedaille 1 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
Olympische Ringe Olympische Spiele
Bronze Japan 2020 Tokio
Ozeanienmeisterschaft
Silber Australien 2009 Australien
Gold AustralienAustralienNeuseeland 2011 Australien & Neuseeland
Schließen

Werdegang

Australien

Baynes, der als Jugendlicher auch Rugby spielte, wurde 2004 und 2005 am Australian Institute of Sport gefördert. Auf Vereinsebene spielte er 2004 für die Cairns Marlins,[2] mit denen er in dem Jahr die Meisterschaften in der Queensland Basketball League (QBL) sowie der Australian Basketball Association (ABA) gewann.[3]

USA

2005 ging er in die Vereinigten Staaten, nahm ein Studium an der Washington State University auf und spielte bis 2009 für deren Basketballmannschaft. Er bestritt 122 Spiele für „WSU“, in denen er im Durchschnitt 8,7 Punkte und 5,4 Rebounds erzielte. Baynes erlangte einen Hochschulabschluss im Fach Kinesiologie.[2]

Europa (2009–2013)

Nachdem Baynes im NBA-Draftverfahren 2009 nicht ausgewählt worden war, wechselte er im Jahr 2009 zum litauischen Spitzenclub BC Lietuvos Rytas, mit dem er in der Saison 2009/2010 litauischer Meister wurde.[4][5] Dort absolvierte er seine ersten Spiele in der Euroleague, dem höchsten europäischen Basketballwettbewerb. In 27 Partien kam er in der litauischen Liga auf Mittelwerte von 9,3 Punkten, 3,6 Rebounds in durchschnittlich 13,6 Minuten Spielzeit je Begegnung. In der Euroleague erzielte er in zehn Partien durchschnittlich 5,5 Punkte und 3,0 Rebounds in 12,7 Minuten.[6]

Am 15. Juli 2010 unterschrieb Baynes einen Zweijahresvertrag beim deutschen Bundesligisten EWE Baskets Oldenburg.[7] In 40 Spielen für Oldenburg erzielte er im Durchschnitt 6,8 Punkte und 3,7 Rebounds. Aufgrund des unbefriedigenden Saisonverlaufs lösten die Niedersachsen den Vertrag mit Baynes aber bereits am 29. Juni 2011 wieder auf.[8]

Am 24. August 2011 unterschrieb Baynes einen Einjahresvertrag beim griechischen Verein Ikaros Kallitheas.[9] Am 1. August 2012 erhielt er einen Einjahresvertrag beim slowenischen Verein Union Olimpija Ljubljana.[10] Am 5. Januar 2013 bestritt er seinen letzten Einsatz für die Mannschaft, da er einige Wochen später in die National Basketball Association (NBA) zu den San Antonio Spurs wechselte.[11]

NBA

San Antonio Spurs (2013–2015)

Am 23. Januar 2013 unterschrieb Baynes einen Vertrag bei den San Antonio Spurs.[11] In seinem zweiten NBA-Spiel verzeichnete Baynes sieben Punkte, neun Rebounds und einen Block und verhalf damit den Texanern zu einem 102:78-Sieg gegen die Charlotte Bobcats.[12] Während der Saison 2012/13 wurde Baynes mehrmals zum NBA-D-League-Team der San Antonio Spurs, den Austin Toros, geschickt.[13]

Im vierten Spiel der ersten Runde der NBA-Playoffs 2013 gegen die Los Angeles Lakers stand Baynes erstmals in der Startaufstellung. Baynes wurde die Aufgabe anvertraut, Dwight Howard, einen der besten Center der Liga, zu verteidigen. In diesem Spiel erzielte Howard nur sieben Punkte.[14] Die Spurs schafften es bis ins Finale, verloren dort aber in sieben Spielen gegen die Miami Heat.

Am 6. Mai 2014 verzeichnete Baynes in einem 116:92-Sieg gegen die Portland Trail Blazers im ersten Spiel der zweiten Runde mit 10 Punkten seinen bisherigen Playoff-Karrierehöchstwert.[15] Die Spurs zogen 2014 erneut ins Finale ein und bezwangen dort diesmal die Miami Heat mit 4:1.[16]

Detroit Pistons (2015–2017)

Am 12. Juli 2015 wechselte Baynes zu den Detroit Pistons, die ihm mit einem Zweijahresvertrag ausstatteten.[17] Am 19. März 2016 erzielte Baynes mit 21 Punkten einen persönlichen NBA-Höchstwert und verhalf den Pistons damit zu einem 115:103-Sieg gegen die Brooklyn Nets.[18]

Am 19. März 2017 holte Baynes neben 13 Punkten auch 17 Rebounds und erzielte damit einen neuen NBA-Karrierehöchstwert.[19]

Boston Celtics (2017–2019)

Nachdem sein Vertrag bei den Pistons abgelaufen war, unterschrieb er am 19. Juli 2017 einen Vertrag bei den Boston Celtics.[20]

Am 8. November 2017 legte Baynes 21 Punkte auf und führte die Celtics damit zu einem 107:96-Sieg gegen die Los Angeles Lakers.[21] Am 11. April 2018, dem letzten Spiel der Hauptrunde der Saison 2017/18, erzielte Baynes 26 Punkte (neuer NBA-Karrierehöchstwert) sowie 14 Rebounds und verhalf den Celtics damit zu einem 110:97-Sieg gegen die Brooklyn Nets.[22]

Phoenix Suns (2019–2020)

Am 6. Juli 2019 wurde Baynes zusammen mit den Draft-Rechten für Ty Jerome zu den Phoenix Suns getauscht.[23] Als Deandre Ayton für 25 Spiele gesperrt wurde, sprang Baynes in dieser Zeit als Center in der Starting Five ein. Am 30. Oktober 2019 erzielte Baynes bei einem 121:110-Sieg gegen die Golden State Warriors 24 Punkte, 12 Rebounds und 7 Assists (neuer NBA-Karrierehöchstwert).[24]

Am 6. März 2020 erzielte Baynes bei einem 127:117-Sieg gegen die Portland Trail Blazers 37 Punkte, traf 9 Dreier (beides neue persönliche Höchstwerte in der NBA) und holte 16 Rebounds. Die einzigen anderen Spieler in der Geschichte der Phoenix Suns, die neun Dreier in einem Spiel getroffen haben, waren vor ihm Channing Frye und Quentin Richardson.[25] Baynes wurde außerdem der erste NBA-Spieler nach James Harden, der in einem Spiel mindestens 35 Punkte, mindestens 15 Rebounds und mindestens 9 Dreier in einem Spiel erzielt hat.[26]

Toronto Raptors (2020–2021)

Am 25. November 2020 gaben die Toronto Raptors die Unterzeichnung eines Mehrjahresvertrages mit Baynes bekannt.[27] Mitte August 2021 wurde Baynes' Vertrag mit Toronto aufgelöst, da er aufgrund einer bei den Olympischen Spielen in Tokio erlittenen Rückenmarksverletzung nicht spielfähig war.[28]

Australien

Ende Juli 2022 unterschrieb Baynes einen Vertrag bei den Brisbane Bullets aus der National Basketball League, um dort nach der langen Verletzungspause wieder im Leistungssport Fuß zu fassen.[29]

Nationalmannschaft

2009 bestritt Baynes sein erstes Länderspiel für Australien.[30] Bei der Weltmeisterschaft 2014 war er mit 16,8 Punkten je Begegnung bester Korbschütze der australischen Mannschaft. Mit 9,6 Punkten je Begegnung lag Baynes bei den Olympischen Sommerspielen 2016 innerhalb von Australiens Auswahl auf dem zweiten Rang.[31] Während des Gruppenspiels gegen Italien bei den 2021 veranstalteten Olympischen Sommerspielen 2020 zog sich Baynes eine Nackenverletzung zu,[32] begab sich deshalb in die Umkleidekabine und stürzte dort.[33] Er erlitt eine lebensgefährliche Rückenmarksverletzung[29] und innere Blutungen, musste im Krankenhaus behandelt werden und war erst nach elf Tagen wieder in der Lage aufzustehen. Er begab sich in Australien in die Nachbehandlung, um seine körperliche Leistungsfähigkeit wiederherzustellen.[34]

Turnierteilnahmen:

  • Olympische Sommerspiele: 2012, 2016, 2020 (ausgetragen 2021)
  • Weltmeisterschaft: 2010, 2014
  • Ozeanische Meisterschaft: 2009, 2011

Karriere-Statistiken

Weitere Informationen Legende ...
Legende
  GP Absolvierte Spiele (Games played)   GS Spiele von Beginn an (Games started)  MPG Absolvierte Minuten pro Spiel (Minutes per game)
 FG % Wurfquote aus dem Feld (Field-goal percentage)  3P % Wurfquote Drei-Punkte-Würfe (3-point field-goal percentage)  FT % Freiwurfquote (Free-throw percentage)
 RPG Rebounds pro Spiel (Rebounds per game)  APG Assists pro Spiel (Assists per game)  SPG Steals pro Spiel (Steals per game)
 BPG Blocks pro Spiel (Blocks per game)  PPG Punkte pro Spiel (Points per game)  FETT Karriere-Bestmarke
Schließen

NBA

Hauptrunde

Weitere Informationen Saison, Team ...
Saison Team GP GS MPG FG % 3P % FT % RPG APG SPG BPG PPG
2012–13 San Antonio 1608.8.500.000.5832.00.30.10.42.7
2013–14 San Antonio 5349.3.436.9052.70.60.00.13.0
2014–15 San Antonio 701716.0.566.250.8654.50.50.20.36.6
2015–16 Detroit 81115.2.505.000.7644.70.60.30.66.3
2016–17 Detroit 75215.5.513.8404.40.40.20.54.9
2017–18 Boston 816718.3.471.143.7565.41.10.30.66.0
2018–19 Boston 511816.1.471.344.8554.71.10.20.75.6
2019–20 Phoenix 422822.2.480.351.7475.61.60.20.511.5
2020–21 Toronto 533118.5.441.262.7075.20.90.30.46.1
Gesamt 52216816.0.489.308.7944.60.80.20.56.0
Schließen

Play-offs

Weitere Informationen Saison, Team ...
Saison Team GP GS MPG FG % 3P % FT % RPG APG SPG BPG PPG
2012–13 San Antonio 415.8.5711.30.00.00.02.0
2013–14 San Antonio 1407.2.500.000.8002.20.00.20.02.3
2014–15 San Antonio 4010.0.3001.0002.50.30.00.02.3
2015–16 Detroit 4011.0.444.6672.00.50.00.02.5
2017–18 Boston 191220.5.506.478.7226.21.00.20.66.0
2018–19 Boston 9512.8.571.333.5002.80.30.30.32.1
Gesamt 541813.2.497.433.7503.60.50.20.33.6
Schließen
Commons: Aron Baynes – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

Wikiwand in your browser!

Seamless Wikipedia browsing. On steroids.

Every time you click a link to Wikipedia, Wiktionary or Wikiquote in your browser's search results, it will show the modern Wikiwand interface.

Wikiwand extension is a five stars, simple, with minimum permission required to keep your browsing private, safe and transparent.