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Als Biomasse wird die Stoffmasse von Lebewesen oder deren Körperteilen bezeichnet. Diese Stoffgemische werden mithilfe ihrer Masse quantifiziert.

82 % der Biomasse sind pflanzlichen Ursprungs und die höchste Produktivität wird in den immerfeuchten Tropenwäldern erreicht.
Zuckerrohr ist ein wichtiger Lieferant von Biomasse, die als Nahrung oder energetisch genutzt wird.

In der Ökologie wird die Biomasse häufig nur für ausgesuchte, räumlich klar umrissene Ökosysteme oder nur für bestimmte, einzelne Populationen erfasst. Gelegentlich gibt es zudem Versuche, die Biomasse der gesamten Ökosphäre abzuschätzen.

Die Vegetation entwickelt sich nach dem Prinzip der „Optimalgesellschaft“ immer nach einer möglichst großen Primärproduktion durch die Umwandlung der vorhandenen abiotischen Faktoren mit Hilfe der Photosynthese in Biomasse. Sehr große Niederschlagsmengen, hohe Luftfeuchtigkeit und staunasse Böden sind ideal für eine große Biomasseproduktion, die sich immer in Wäldern verwirklicht. Das Maximum wird in Bezug auf die weltweiten Biome bei den tropischen Regenwäldern erreicht; auf der Ebene regionaler Biotope sind es jedoch Wälder in etwas kühlerem (noch fast frostfreiem) Klima mit gedämpfter Sonneneinstrahlung, wie es etwa bei den Küstenmammutbaumwäldern Kaliforniens und den Riesen-Eukalyptus-Wäldern Südost-Australiens und Tasmaniens vorhanden ist.[1]

In der Ökologie existiert kein einheitlicher Biomasse-Begriff. In der Energietechnik ist mit Biomasse nur die energetisch nutzbare Biomasse gemeint.