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Italien hat eine Bevölkerungszahl von ca. 60 Millionen im Jahr 2018 und gehört damit zu den 25 einwohnerreichsten Staaten weltweit und liegt innerhalb der Europäischen Union auf Platz 3. Die Bevölkerungsdichte liegt bei ca. 200 Personen pro km² und liegt damit über dem weltweiten Durchschnitt, jedoch unter dem Schnitt der am dichtesten besiedelten Ländern Westeuropas. Das Land befindet sich in einer fortgeschrittenen Phase des demografischen Übergangs und besitzt die typischen demografischen Eigenschaften von hochentwickelten Ländern. Anzeichen dafür sind die sehr weit fortgeschrittene Alterung der Bevölkerung und eine niedrige Fertilitätsrate. Mit einem Medianalter von 45,8 Jahren war Italien 2018 bereits die drittälteste Gesellschaft der Welt und die zusammengefasste Fruchtbarkeitsziffer pro Frau lag bei knapp 1,3 Kindern und damit deutlich unter dem Niveau, das zur Bestandserhaltung notwendig ist. Da ein hohes Durchschnittsalter und eine niedrige Geburtenziffer zusammenkommen, übersteigt die Zahl der Todesfälle die der Geburten bereits seit einigen Jahren und die Bevölkerung kann demzufolge nur durch Einwanderung nach Italien stabil gehalten werden. Italien, das lange ein Auswanderungsland war, ist deshalb inzwischen ein bedeutendes Ziel für Einwanderer.

Bevölkerungspyramide Italien (2017)

Die zunehmende Migration aus dem Ausland führt wie in vielen anderen Ländern zu einer Veränderung der Bevölkerungsstruktur. Zwischen 2002 und 2018 stieg die Anzahl der ausländischen Bewohner von 1,3 Millionen auf 5,1 Millionen an und erreicht damit einen Anteil von ca. 8,5 % an der Gesamtbevölkerung. Seit der Erweiterung der Europäischen Union kam die letzte Migrationswelle vorwiegend aus europäischen Staaten, insbesondere aus Osteuropa und zunehmend aus Asien, und ersetzte Nordafrika als wichtigstes Herkunftsgebiet. Ab 2013 war die Herkunft der im Ausland geborenen Bevölkerung wie folgt unterteilt: Europa (50,8 %), Afrika (22,1 %), Asien (18,8 %), Amerika (8,3 %) und Ozeanien (0,1 %). Neben der Migration aus dem Ausland ist auch die interne Migration von Bedeutung. Eine große Anzahl von Personen migriert aus dem strukturschwachen Süden des Landes in den wirtschaftlich deutlich stärkeren Norden des Landes, womit die dortigen Strukturprobleme verschärft werden und es zur Verödung ganzer Landesteile kommt.[1][2]

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