cover image

Italien

Staat in Südeuropa / aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Italien (italienisch Italia [iˈtaːlja], amtlich Italienische Republik, italienisch Repubblica Italiana [reˈpubblika itaˈljaːna]) ist ein Staat in Südeuropa. Die Hauptstadt und bevölkerungsreichste Stadt ist Rom und das Wirtschafts- und Finanzzentrum ist Mailand.

Quick facts: ...
Italienische Republik
Repubblica Italiana
Flagge Emblem
Dänemark (Grönland)NiederlandeFrankreich (Französisch-Guayana)Spanien (Kanaren)Frankreich (Französisch-Guayana)Spanien (Kanaren)Dänemark (Färöer)
Amtssprache Italienisch,
regional auch Deutsch, Französisch, Ladinisch und Slowenisch1
Hauptstadt Rom
Staats- und Regierungsform parlamentarische Republik
Staatsoberhaupt Präsident
Sergio Mattarella
Regierungschef Ministerpräsidentin
Giorgia Meloni
Parlament(e) Parlament (Senat und Abgeordnetenkammer)
Fläche 301.338 km²
Einwohnerzahl 60.026.546 (30. Juni 2020)[1]
Bevölkerungsdichte 199 (40.) Einwohner pro km²
Bevölkerungs­entwicklung −0,44 % (2019/2020)[1] pro Jahr
Bruttoinlandsprodukt
  • Total (nominal)
  • Total (KKP)
  • BIP/Einw. (nom.)
  • BIP/Einw. (KKP)
2020[2]
  • 1,9 Billionen USD (8.)
  • 2,5 Billionen USD (12.)
  • 31.707 USD (30.)
  • 41.279 USD (35.)
Index der menschlichen Entwicklung 0,895 (30.) (2021)[3]
Währung Euro (EUR)2
Gründung 1861
National­hymne Il Canto degli Italiani
Nationalfeiertag 25. April, 2. Juni
Zeitzone UTC+1 MEZ
UTC+2 MESZ (März bis Oktober)
Kfz-Kennzeichen I
ISO 3166 IT, ITA, 380
Internet-TLD .it
Telefonvorwahl +392
1 Mehr dazu siehe Sprachen und Dialekte
2 Ausnahme: In der Gemeinde Campione d’Italia ist der Schweizer Franken gesetzliches Zahlungsmittel, zudem wird die schweizerische Vorwahl +41 genutzt.
Italienische Regionen
Italienische Regionen
Close
Vorlage:Infobox Staat/Wartung/NAME-DEUTSCH

Das italienische Staatsgebiet liegt zum größten Teil auf der vom Mittelmeer umschlossenen Apenninhalbinsel, der anschließenden Norditalienischen Tiefebene sowie im südlichen Alpenbogen. Der Staat grenzt an Frankreich, die Schweiz, Österreich und Slowenien. Die Kleinstaaten Vatikanstadt und San Marino sind vollständig vom italienischen Staatsgebiet umschlossen. Neben den großen Inseln Sizilien und Sardinien sind mehrere Inselgruppen vorgelagert.

Als Kreuzweg der Zivilisationen des Mittelmeerraumes ist der italienische Beitrag zum kulturellen und historischen Erbe Europas und der Welt beachtenswert, das Gebiet des heutigen Italien war in der Antike die Kernregion des Römischen Reiches, die oberitalienische Toskana war das Kernland der Renaissance, ihr folgte von Rom ausgehend die Epoche des Barock.

Mit dem Risorgimento entstand der moderne italienische Nationalstaat: Von 1861 bis 1946 bestand unter dem Haus Savoyen das Königreich Italien, das rapide industrialisiert wurde, zu einer europäischen Großmacht aufstieg und ab den 1880er Jahren ein Kolonialreich in Nord- und Ostafrika errichtete. Die kostspielige und verlustreiche Teilnahme am Ersten Weltkrieg von 1915 bis 1918 führte zwar zur Vergrößerung des Staatsgebietes, aber auch zu schweren sozialen Unruhen und ebnete den italienischen Faschisten unter Benito Mussolini den Weg zur Macht. Das faschistische Regime herrschte von 1922 bis 1943/45 über Italien und führte das Land 1940 auf der Seite der Achsenmächte in den Zweiten Weltkrieg. Die Kriegsniederlage führte zum Verlust der Kolonien und zu vergleichsweise geringfügigen Gebietsabtretungen an den Nachbarstaat Jugoslawien. Im Juni 1946 beendete eine Volksabstimmung die Monarchie; die heutige Republik wurde ausgerufen.

Italien ist Mitinitiator der Europäischen Integration und Gründungsmitglied der Europäischen Union, des Europarates und der Lateinischen Union. Das Land ist Mitglied der G7, der G20, der NATO, der Vereinten Nationen (UNO), der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) und der Welthandelsorganisation (WTO).

Italien zählt laut Index der menschlichen Entwicklung als Industriestaat zu den höchstentwickelten Ländern der Erde[4] und ist gemessen am nominalen Bruttoinlandsprodukt die achtgrößte Volkswirtschaft der Welt.[5] Das Land genießt einen hohen Lebensstandard sowie Bildungsgrad und besitzt eine der höchsten Lebenserwartungen.[6] Italien ist das Land mit den meisten Welterbestätten der UNESCO (58)[7] und mit rund 65 Millionen Touristen jährlich eines der meistbesuchten Länder der Welt.[8]