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Hombeer

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Hombeer
Koordinaten: 49° 41′ 52″ N, 10° 34′ 59″ O
Höhe: 321–336 m ü. NHN
Einwohner: 50 (25. Mai 1987)[1]
Postleitzahl: 91480
Vorwahl: 09552

Hombeer ist ein Ortsteil des Marktes Markt Taschendorf im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim in Bayern.

Geographie

Das Dorf liegt an der Kleinen Weisach, die ein linker Zufluss der Aisch ist. Im Norden liegt der Zieglersgrund, ca. 0,5 km nordwestlich liegt das Bannholz, ca. 0,5 km südwestlich der Großbachwald. Ca. 0,75 km südöstlich erhebt sich der Märzenberg (378 m ü. NHN).[2]

Geschichte

1282 wurde der Ort als „Hevnbur“ erstmals urkundlich erwähnt.[3] Der Ort wurde aber wahrscheinlich schon um 900 gegründet.[4]

Die Fraisch nördlich der kleinen Weisach wurde von den Grafen von Castell und dem Freiherrn von Münster zu Lisberg ausgeübt und südlich der Kleinen Weisach von den Herren von Schwarzenberg. Die Grundherrschaft über die einzelnen Anwesen hatten die Reichsstadt Nürnberg und Nürnberger Eigenherren inne.[5]

Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Hombeer dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Markt Taschendorf zugeordnet, ab 1813 gehörte es der Ruralgemeinde Markt Taschendorf an. Am 31. Oktober 1819 wurde es in die Ruralgemeinde Kleinweisach umgemeindet, am 4. August 1823 schließlich in die neu gebildete Ruralgemeinde Altershausen.[6] Am 1. Januar 1972 wurde Hombeer im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Markt Taschendorf eingegliedert.

Baudenkmäler

  • Haus Nr. 1: Zweigeschossiges Satteldachhaus, im Keilstein der Haustür AK / 1814.[7]
  • Haus Nr. 3: Ehemaliges Forsthaus
  • Haus Nr. 8: Ehemaliges Gasthaus zur Linde mit zugehöriger Scheune
  • Haus Nr. 20: Kleines, Eingeschossiges Satteldachhaus mit profiliertem Holztraufgesims. Im Keilstein der Haustür M(ichael) D(öpfner) 1831.[7]
  • Freistehende Scheune außerhalb des Ortes, westlich der Straße nach Neustadt. Großer Satteldachbau mit 3 Toren, rundbogige Kellertür, Hausteingliederung (Lisenen und Fenstergewände), profiliertes Holztraufgesims. Im Sturz der Rechtecktür 18 D. Derrer 67.[7]

Baubeschreibungen: Liste der Baudenkmäler in Markt Taschendorf#Hombeer

Einwohnerentwicklung

Jahr 001824 001840 001861 001871 001885 001900 001925 001950 001961 001970 001987
Einwohner 107 101 121 97 109 90 72 128 77 59 50
Häuser[8] 19 19 20 16 18 13 14 14
Quelle [9] [10] [11] [12] [13] [14] [15] [16] [17] [18] [1]

Religion

Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch. Die Einwohner evangelisch-lutherischer Konfession sind nach St. Marien (Kleinweisach) gepfarrt.

Verkehr

Die Staatsstraße 2256 führt nach Breitenlohe bzw. nach Abtsgreuth. Die Staatsstraße 2417 führt an der Butzenmühle vorbei nach Markt Taschendorf. Die Kreisstraße Kreisstraße NEA 5/ERH 18 führt nach Pretzdorf.

Literatur

Einzelnachweise

  1. a b Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, S. 339 (Digitalisat).
  2. Hombeer im BayernAtlas
  3. H. Sponholz (Hrsg.), S. 74.
  4. Hombeer auf der Website markt-markt-taschendorf.de
  5. J. K. Bundschuh, Bd. 2, Sp. 756.
  6. H. H. Hofmann, S. 195.
  7. a b c R. Strobel, S. 90. Denkmalschutz aufgehoben, Objekt ggf. abgerissen.
  8. Es werden nur bewohnte Häuser angegeben. 1824 wurden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840, 1852 als Häuser, 1871 bis 1987 als Wohngebäude.
  9. H. H. Hofmann, S. 182.
  10. Eduard Vetter (Hrsg.): Statistisches Hand- und Adreßbuch von Mittelfranken im Königreich Bayern. Selbstverlag, Ansbach 1846, S. 195 (Digitalisat).
  11. Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, Sp. 1055, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).
  12. Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen von 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1219, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).
  13. K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, Abschnitt III, Sp. 1153 (Digitalisat).
  14. K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, Abschnitt II, Sp. 1226 (Digitalisat).
  15. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, Abschnitt II, Sp. 1263 (Digitalisat).
  16. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, Abschnitt II, Sp. 1093 (Digitalisat).
  17. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, Abschnitt II, Sp. 803 (Digitalisat).
  18. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, S. 176 (Digitalisat).
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