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Beienheim

Ortsteil von Reichelsheim (Wetterau) Aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Beienheim
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Beienheim ist ein Stadtteil von Reichelsheim im hessischen Wetteraukreis.

Schnelle Fakten Stadt Reichelsheim (Wetterau) ...
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Geographie

Beienheim liegt in der Wetterau und ist der westlichste Stadtteil von Reichelsheim.

Geschichte

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Die älteste erhaltene Erwähnung des Ortes stammt von 773 und steht im Lorscher Codex.[3] Für Beienheim sind die Tradenten Willerat und Lanther bekannt. Letzterer stiftet dem Kloster auch in Bellersheim. Die Schenkungen wurden teilweise falsch Bingenheim zugeordnet.[4]

Der Ortsname wird von A. Bach von dem Bestimmungswort „Biege“ (Flusskrümmung) abgeleitet.[5] Braun dagegen sieht als Ursprungswort „bige“.[6] Auch hier ist das Ursprungswort auf Bingenheim zu beziehen.

In den historischen Dokumenten ist der Ort unter folgenden Ortsnamen belegt:[1]

  • 9. Jahrhundert: Bienheim[7]
  • 1228: Bienheim[8]
  • 1232: de Bigenheim,[9]

Im Spätmittelalter (1359) ließ sich ein „fryhes Gerichte czu Bienheym“ belegen.[10]

Das Dorf war ein Reichslehen an die Wais von Fauerbach. Nach Aussterben der Waise im Mannesstamm wurde Jost Rau von Holzhausen 1558 neuer Ortsherr. Er war ein Schwiegersohn des letzten Wais von Fauerbach. Beide Adelsfamilien hatten das Kaiserliche Wassergericht der Wetterau zu Lehen.[11] Ihr Wohnsitz war das Schloss Dorheim. Die Rau von Holzhausen errichteten in der Beienheimer Kirche eine Grablege.

1806 wurde Beienheim durch die Rheinbundakte[12] dem Großherzogtum Hessen zugeschlagen, das es seinem Fürstentum Oberhessen (ab 1816: Provinz Oberhessen) zuordnete. Das Patrimonialgericht Beienheim der Rau von Holzhausen blieb allerdings zunächst erhalten. 1822 gaben sie diese zwar an den Staat ab[13], jedoch gab es bei der Durchführung der Übergabe Schwierigkeiten[14], so dass dieser Schritt erst 1831 vollzogen wurde. Zuständig waren nun das Landgericht Friedberg und der Landratsbezirk Friedberg.[15]

Im Zuge der Gebietsreform in Hessen wurde Beienheim am 1. Februar 1972 als Stadtteil der Stadt Reichelsheim (Wetterau) eingegliedert.[1]

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Bevölkerung

Zusammenfassung
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Einwohnerstruktur 2011

Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Beienheim 1572 Einwohner. Darunter waren 117 (7,4 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 288 Einwohner unter 18 Jahren, 693 zwischen 18 und 49, 327 zwischen 50 und 64 und 264 Einwohner waren älter.[16] Die Einwohner lebten in 648 Haushalten. Davon waren 174 Singlehaushalte, 189 Paare ohne Kinder und 225 Paare mit Kindern, sowie 51 Alleinerziehende und 6 Wohngemeinschaften. In 111 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 459 Haushaltungen lebten keine Senioren.[16]

Einwohnerentwicklung
Beienheim: Einwohnerzahlen von 1834 bis 2022
Jahr  Einwohner
1834
 
378
1840
 
390
1846
 
433
1852
 
447
1858
 
439
1864
 
401
1871
 
397
1875
 
389
1885
 
418
1895
 
408
1905
 
449
1910
 
489
1925
 
532
1939
 
564
1946
 
821
1950
 
772
1956
 
868
1961
 
919
1967
 
1.055
1970
 
1.187
1980
 
?
1990
 
?
2000
 
?
2011
 
1.572
2022
 
1.582
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: LAGIS[1]; Zensus 2011[16]; 2022[2]
Historische Religionszugehörigkeit
 1961:750 evangelische (= 81,61 %), 162 katholische (= 17,63 %) Einwohner[1]

Wappen

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Wappen von Beienheim
Blasonierung: „In silbernem Schild ein blauer rotbewehrter Löwe, der mit einem roten Balken belegt ist.“[17]

Das Wappen wurde am 25. Februar 1954 durch das hessische Innenministerium genehmigt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

  • Gesamtanlage Beienheim
  • An der Wüstengasse, jüdischer Friedhof
  • Bahnhofstraße 14, Bahnhof
  • Berliner Straße 16
  • Berliner Straße 22
  • Berliner Straße 30
  • Berliner Straße 31
  • Berliner Straße 42: Ehemaliges Wirtshaus Stein, „ein traufständiger Bau mit Krüppelwalmdach[18]
  • Zur Kirche 4, evangelische Pfarrkirche, neu erbaut 1777/78, und Gedenkstätte

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Durch den Ort führt die Landesstraße 3186.

Der öffentliche Personennahverkehr wird durch die Horlofftalbahn und die Buslinien 5155 und 210 sichergestellt. Im Bahnhof Beienheim teilt sich die Horlofftalbahn in die Zweige nach Wölfersheim (Bahnstrecke Friedberg–Mücke) und Nidda (Bahnstrecke Beienheim–Schotten).

Öffentliche Einrichtungen

Der Kindergarten Purzelbaum besteht aus zwei Gruppen à 25 Kinder und einer Krabbelgruppe.

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Literatur

Commons: Beienheim – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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