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Der Klügere kippt nach

Late Night-Talkshow des privaten Fernsehsenders Tele 5 Aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

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Der Klügere kippt nach (kurz „DKKN“) war eine Late-Night-Talkshow des privaten Fernsehsenders Tele 5. Sie wurde von Wigald Boning moderiert, wobei die Idee auf Hugo Egon Balder zurückgeht.

Schnelle Fakten Titel, Produktionsland ...

Nach der Ausstrahlung der neunten Ausgabe (der noch drei weitere folgen sollten) setzte der Sender die Show aufgrund geringer Einschaltquoten vorzeitig ab.

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Idee

Hugo Egon Balder hatte die Idee zur Sendung bereits 1993 und im Jahr 2009 in einem Interview mit der deutschen Boulevard-Tageszeitung tz bekannt gegeben, dachte jedoch nicht, dass diese Show jemals im deutschen Fernsehen zu sehen sein würde.[1] „Das wird wie bei Werner Höfer, nur schräger“, meinte er dazu.[2]

Inhalt und Konzept

Zusammenfassung
Kontext

Die Sendung wurde live in der Kneipe „Zwick“ auf Hamburg-St. Pauli produziert, bereits seit 2010 ist Balder dort Teilhaber.[3]

Ähnlich wie bei Inas Nacht diskutierte man mit prominenten Gästen an einem Tisch in der Bar. Hugo Egon Balder übernahm die Rolle des Kneipenwirts, während sich Wigald Boning, als Moderator, und Stammgast Hella von Sinnen mit den Gästen unterhielt. Zur zweiten Staffel kam Desiree Nick als weiterer Stammgast hinzu. Es wurden Themen besprochen, die in Deutschland aktuell waren und worüber man sich aus Zeitungen informiert hatte. Währenddessen sorgte der Kneipenwirt Balder dafür, dass die Gläser der Gäste immer mit alkoholischen Getränken gefüllt waren. Es sollte in erster Linie aber nicht ums Trinken gehen, sondern ein gemütlicher Abend unter „Freunden“ werden, um lockere Stimmung aufzubauen und eventuell die eine oder andere Wahrheit ans Licht zu bringen.[4][5] Das Konzept der Sendung wurde auch durch die stets gleich formulierte Begrüßung von Wigald Boning erläutert, indem diese als „Die Sendung, in der prominente Zeitgenossen unter Alkoholeinfluss über jene Themen sprechen, die Deutschland bewegen“ ankündigte. Außerdem wurde die Sendung von Boning stets als „TV-Experiment“ bezeichnet. Dies gründete darauf, dass zunächst nur eine Staffel mit 6 Folgen geplant war. In der zweiten Staffel beinhaltete jede Folge auch musikalische Einlagen von Hugo Egon Balder oder einem der Gäste.

Die 1. Folge der Sendung wurde noch von 3 Werbeblöcken unterbrochen. In Folge 2 waren es dann nur noch 2 Werbeunterbrechungen und in Folge 3 eine. In der 4. Folge wurde schließlich ganz auf Werbeblöcke verzichtet. Stattdessen wurden zwei „Pausen“ eingelegt, in denen zwar weiter live übertragen wurde, jedoch einige Gäste den Tisch kurz verließen. Diese Pausen nutzte Kai Blasberg, der Geschäftsführer von Tele 5, um zu Wort zu kommen. In der 5. und 6 Ausgabe gab es dann wieder eine Werbeunterbrechung und keine anderen Pausen. Ab Folge 7 kehrte man zum Schema mit 2 Werbeblöcken zurück.

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Sendungen

Staffel 1

Weitere Informationen Folge, Erstausstrahlung ...

Staffel 2

Weitere Informationen Folge, Erstausstrahlung ...
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Rezeption

Zusammenfassung
Kontext

Kritik

Bereits vor der ersten Sendung wurde das Konzept von Vorsitzenden des Kreuzbundes kritisiert, da diese die Alkoholkrankheit verharmlosen würde bzw. kontraproduktiv zur Abstinenzbewegung läuft.[35] Auch die Drogenbeauftragte des Bundes, Marlene Mortler von der CSU, hat die Tele-5-Trink-Show als Verharmlosung des Alkoholkonsums kritisiert.[36]

Die Kritiken nach der ersten Sendung fielen kaum positiv aus. Moderator Wigald Boning wurde fehlendes Durchsetzungsvermögen attestiert und Stammgast Hella von Sinnen unterhielt die Teilnehmer fast alleine.[37][38][39][40]

Der Klügere kippt nach ist Balders Traumprojekt, mit dem er Jahre hausieren ging, bevor Tele 5 zugriff. Das Ergebnis ist indes mangels Fallhöhe eher ernüchternd denn erheiternd. Wenn Balder die Sendung wirklich am Herzen liegt, hat er nur zwei Möglichkeiten: Entweder er moderiert selbst und schafft es, Hella von Sinnen halbwegs zu domestizieren. Oder er entfernt seine phonstarke Lieblingspartnerin aus der Show.“

Hans Hoff: „Der Klügere kippt nach“ bei Tele 5, Late Night Alk, Süddeutsche Zeitung, 7. April 2015

Einschaltquoten

Beim Gesamtpublikum startete die erste Folge am Ostermontag, den 6. April 2015 mit 240.000 Zuschauern und legte damit für den Sender am späten Abend einen guten Start hin. Der Marktanteil lag bei 1,0 Prozent und fiel in der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen noch ein gutes Stück höher aus. Dort lag man mit 1,5 Prozent Marktanteil deutlich über dem Senderschnitt.[41]

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Einzelnachweise

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