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Geiß-Nidda

Stadtteil von Nidda Aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

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Geiß-Nidda ist ein Stadtteil von Nidda im hessischen Wetteraukreis.

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Geographische Lage

Der Ort liegt in der nördlichen Wetterau. Geiß-Nidda liegt im südwestlichen Teil von Nidda.

Geschichte

Zusammenfassung
Kontext
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Evangelische Kirche Geiß-Nidda
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Jüdischer Friedhof

Ortsgeschichte

Die älteste bekannte schriftliche Erwähnung von Geiß-Nidda erfolgte im Jahr 1232 unter dem Namen Gisnith bzw. de Ginsheide.[3] Von 1317 stammt eine Erwähnung als Gysneit und im 15. Jahrhundert wurde Geiß-Nidda als Gysniyde erwähnt.

Die Kirche wurde im 13./14. Jahrhundert erbaut.

Die Gemeinde Geiß-Nidda beabsichtigte 1485, Mitmärker im Markwald Berstadt zu werden. Doch dies gelang nicht, ein weiterer Versuch scheiterte 1530. Heute ist lediglich die Besitzerfamilie des Schleifelder Hofs Mitmärker im Markwald Berstadt.[4]

Früher wurde bei Geiß-Nidda Braunkohle abgebaut, die zum Salzsieden in Bad Salzhausen benötigt wurde.

Die Statistisch-topographisch-historische Beschreibung des Großherzogthums Hessen berichtet 1830 über Geiß-Nidda:

„Geisnidda (L. Bez. Nidda) evangel. Pfarrdorf; liegt 12 St. von Nidda, hat 106 Häuser und 605 Einw., die, außer 14 Juden, evangelisch, und welche bis auf 24 Handwerker und 10 Bergleute, Bauern sind. Der Ort hat 1 Kirche, 1 kleine Kapelle auf dem Kirchhof, und in der Nähe, bei Salzhausen ein Braunkohlenwerk. – Der Ort wurde im Jahr 1234 durch einen Streit bekannt, den die Herrn von Lißberg mit der Abtei Fuld wegen der dasigen Kapelle führten, und in welchem entschieden wurde, daß sie zur Pfarrei Dauernheim gehöre. Von Geisnidda war 120 von der Gerichtsbarkeit Domanial und 1920 derselben gehörten der Familie von Krug und den Klevesahlschen Erben. Im Jahr 1821 wurde die Patrimonialgerichtsbarkeit und niedere Polizeigewalt, so wie alle damit verbundenen einzelnen Gerechtsamen, von den von Krugischen Erben an den Staat abgetreten.“[5]

Hessische Gebietsreform (1970–1977)

Im Zuge der Gebietsreform in Hessen fusionierten zum 1. Dezember 1970 die bis dahin selbständigen Gemeinden Bad Salzhausen, Borsdorf, Fauerbach bei Nidda, Geiß-Nidda, Harb, Kohden, Michelnau, Ober-Lais, Ober-Schmitten, Ober-Widdersheim, Stornfels, Ulfa, Unter-Schmitten, Wallernhausen und die Stadt Nidda zur neuen Stadt Nidda.[6][7] Für die ehemals eigenständigen Gemeinden sowie für die Kernstadt wurden Ortsbezirke mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung eingerichtet.[8]

Verwaltungsgeschichte im Überblick

Die folgende Liste zeigt die Staaten und Verwaltungseinheiten,[Anm. 1] denen Geiß-Nidda angehört(e):[1][9][10]

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Bevölkerung

Einwohnerstruktur 2011

Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Geiß-Nidda 960 Einwohner. Darunter waren 27 (2,8 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 165 Einwohner unter 18 Jahren, 387 waren zwischen 18 und 49, 222 zwischen 50 und 64 und 186 Einwohner waren älter.[20] Die Einwohner lebten in 435 Haushalten. Davon 144 Singlehaushalte, 129 Paare ohne Kinder und 105 Paare mit Kindern, sowie 51 Alleinerziehende und 9 Wohngemeinschaften. In 81 Haushalten lebten ausschließlich Senioren/-innen und in 300 Haushaltungen leben keine Senioren/-innen.[20]

Einwohnerentwicklung

 1791:337 Einwohner[14]
 1800:293 Einwohner[21]
 1806:444 Einwohner, 91 Häuser[16]
 1829:605 Einwohner, 106 Häuser[5]
 1867:661 Einwohner, 141 bewohnte Gebäude[22]
 1875:642 Einwohner, 141 bewohnte Gebäude[23]
Geiß-Nidda: Einwohnerzahlen von 1791 bis 2022
Jahr  Einwohner
1791
 
337
1800
 
293
1806
 
444
1829
 
605
1834
 
623
1840
 
664
1846
 
679
1852
 
693
1858
 
676
1864
 
676
1871
 
664
1875
 
642
1885
 
579
1895
 
571
1905
 
670
1910
 
664
1925
 
647
1939
 
664
1946
 
977
1950
 
935
1956
 
749
1961
 
809
1967
 
820
1970
 
872
1980
 
?
1990
 
?
1996
 
1.156
2000
 
1.137
2006
 
1.060
2010
 
1.022
2011
 
960
2016
 
994
2019
 
1.010
2022
 
1.010
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: LAGIS[1]; Stadt Nidda[24][2]; Zensus 2011[20]

Historische Religionszugehörigkeit

 1829:591 evangelische (= 98,01 %), 12 jüdische (= 1,99 %) Einwohner[5]
 1961:720 evangelische (= 89,00 %), 89 katholische (= 11,00 %) Einwohner[1]

Politik

Ortsvorsteher ist Jörg Lind (Stand 2021).[25]

Sehenswürdigkeiten

Die Kirche ist eine frühgotische Dorfbasilika des 13. Jahrhunderts mit romanischem Westturm und hochgotischem Fünfachtelschluss (14. Jahrhundert). Oberhalb des Dorfes liegt ein umfriedeter jüdischer Friedhof mit einigen noch erhaltenen Gräbern.

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Geiß-Nidda

Infrastruktur

Den öffentlichen Personennahverkehr stellt die Verkehrsgesellschaft Oberhessen sicher. An weiteren Einrichtungen finden sich ein Bürgerhaus, drei Kinderspielplätze und ein Kindergarten.

Anmerkungen und Einzelnachweise

Literatur

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