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Hoppenlaufriedhof
Parkanlage in Stuttgart Aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
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Der Hoppenlaufriedhof ist der älteste noch erhaltene Friedhof Stuttgarts, gelegen in Stuttgart-Mitte, nahe dem Universitätsgelände und der Liederhalle.

Die Denkmalstiftung Baden-Württemberg ernannte den Hoppenlaufriedhof zum Denkmal des Monats November 2015.
Allgemeiner Friedhof
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Geschichte
Gegründet wurde er im Jahre 1626 als Spitalfriedhof nach einer Grundstücksschenkung durch Johann Kercher. Der Name bezieht sich auf eine alte, seit 1286 nachweisbare Flurbezeichnung.[1] 1628 wurde Kercher als Erster dort beerdigt; bis 1824 war der Friedhof auf etwa 7000 Grabstätten erweitert. Seinen heutigen Namen erhielt er erst 1828. Die letzte Erdbestattung fand 1880 statt. Der Friedhof verfügt über einen eigenen jüdischen Teil, der 1882 geschlossen wurde. 1951 wurde mit der letzten Urnenbestattung der Friedhofsbetrieb eingestellt. Als ein Jahr später durch den Bau des Max-Kade-Hauses der älteste Teil aufgegeben wurde, geschah dies mit Genehmigung des Denkmalschutzamtes.
Anlässlich der Bundesgartenschau 1961 wurde der Friedhof zu einer Parkanlage umgestaltet. Von der historischen Prägung blieb wenig erhalten. Die Grabsteine wurden zumeist von ihrem ursprünglichen Platz entfernt, um sie in eine neue Anordnung zu bringen. Ebenso wurden zwei Brunnen installiert, die heute noch in Betrieb sind. Außerdem wurde ein Schlechtwetterunterstand für Besucher gebaut. Die Brunnen und der Unterstand sowie die künstlerischen Skulpturen sind zeitgenössisch und im Stil der frühen 1960er Jahre errichtet.
Ein Großteil der Grabmale ist in einem schlechten Zustand. Soweit sie aus Sandstein bestehen, platzen Schichten und Bruchstücke ab. Viele Inschriften sind ausgewaschen und nur noch schwer oder nicht mehr zu entziffern.
Von 2014 bis 2020 wurden die 1674 Grabmale des Friedhofs restauriert zu Gesamtkosten von 1,5 Millionen Euro.[2]
Gräber
- Abteilungsplan
Spalte # - Aushangplan[3]
Spalte A - Friedhofsplan[4]
Spalte F - Hinweistafel[5]
Spalte H - Pfeiffer-Plan
Spalte Pf
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Israelitischer Friedhof
Zusammenfassung
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Der Israelitische Friedhof wurde 1834 angelegt und 1882 geschlossen. Das Rechteck des Friedhofs nimmt nur einen kleinen Teil der Gesamtfläche des Hoppenlaufriedhofs ein und grenzt heute mit seiner südwestlichen Schmalseite dicht an das Hotel Maritim und mit seiner südöstlichen Längsseite dicht an die Alte Reithalle, die beiden anderen Seiten grenzen an den Allgemeinen Friedhof. Der Friedhof wird von einer niedrigen Umfassungsmauer umfriedet. Früher war der Haupteingang durch ein schmiedeeisernes Tor versperrt. Das Tor wurde entfernt, und der Friedhof ist jetzt frei zugänglich. Nur ein vermooster Liegestein mit der Inschrift „Israelitischer Friedhof 1834–1882“ beim Haupteingang weist darauf hin, dass dieser Teil des Friedhofs der Israelitische Friedhof ist. Ein Nebeneingang ist mit einer schmiedeeisernen Tür versehen, die ebenfalls offen ist.
Eine Mauer, die den Israelitischen Friedhof begrenzt, wurde im August 2020 mit einem antisemitischen Schriftzug beschmiert. Daraufhin nahm der Staatsschutz Ermittlungen auf.[veraltet][16][17]
- Haupteingang des Friedhofs, im Hintergrund eine Außenfassade des hochaufragenden Hotels Maritim
- Liegestein beim Eingang mit der Inschrift: „Israelitischer Friedhof 1834–1882“
- Blick vom Eingang
- Blick zum Mittelweg
- Einzelne Gräber
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Literatur
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Basisliteratur: Klöpping 1991
- Julius Bazlen: Dreihundert Jahre Hoppenlaufriedhof : Ein Führer durch den Hoppenlaufriedhof. Zur Erinnerung an die Morgenfeier vom 31. Oktober 1926. Stuttgart : Selbstverlag des nordwestlichen Bürgervereins, 1926.
- Norbert Bongartz: Alte Friedhöfe und Denkmalpflege. Der Stuttgarter Hoppenlau-Friedhof. In: Denkmalpflege in Baden-Württemberg 13.1984, Seite 1–5, online:.
- Adrienne Braun: Mittendrin und außen vor. Stuttgarts stille Ecken. Konstanz 2014, Seite 91–97.
- Sigrid Brüggemann; Roland Maier: Auf den Spuren jüdischen Lebens – Sieben Streifzüge durch Stuttgart. Stuttgart 2019, Seite 13–22.
- Udo Dickenberger; Waltraud Pfäfflin; Friedrich Pfäfflin: Der Stuttgarter Hoppenlau-Friedhof als literarisches Denkmal, Marbach am Neckar 1992.
- Paul Faerber: Nikolaus Friedrich von Thouret. Ein Baumeister des Klassizismus, Stuttgart 1949, Seite 357–359.
- Förderverein Alt Stuttgart (Herausgeber): Die Grabkreuze im Hoppenlaufriedhof . Stuttgart 2002.
- Eva Funke: Endlichkeit nagt am Hoppenlaufriedhof: Schwäbischer Heimatbund sammelt Spenden zur Rettung des historischen Gottesackers. In: Stuttgarter Nachrichten, 9. März 2012, Seite 21.
- Eva Funke: Hoppenlaufriedhof wird zur Baustelle. Denkmalschützer üben leise Kritik an langer Untätigkeit der Stadt. In: Stuttgarter Nachrichten, 13. März 2014, Seite 18.
- Joachim Hahn: Hoppenlau-Friedhof - Israelitischer Teil. Reihe: Friedhöfe in Stuttgart, Band 2. Stuttgart 1988. ISBN 3-608-91512-5, 102 S.
- Christian von Holst: Johann Heinrich Dannecker, Teil 1: Der Bildhauer, Stuttgart 1987, Seite 425–426.
- Karl Klöpping: Historische Friedhöfe Alt-Stuttgarts, Band 1: Sankt Jakobus bis Hoppenlau. Ein Beitrag zur Stadtgeschichte mit Wegweiser zu den Grabstätten des Hoppenlaufriedhofs, Stuttgart 1991.
- Werner Koch; Christopher Koch: Stuttgarter Friedhofsführer. Ein Wegweiser zu Gräbern bekannter Persönlichkeiten. Tübingen 2012, Seite 26–41.
- Uli Kreh: Die kalten Schönen. Plastiken in Stuttgart, Stuttgart 1993, Seite 14–15 (Grabmal Keller von Philipp Jakob Scheffauer).
- Mammut-Verlag (Herausgeber und Redaktion): Stuttgart, Der Friedhofswegweiser. Stuttgart 2006, Seite 42–45.
- Mammut-Verlag (Herausgeber und Redaktion): Stuttgart, Der Friedhofswegweiser. Stuttgart 2011, Seite 46–49 (kostenlos erhältlich, u. a. bei der Infothek im Rathaus).
- Karin von Maur: Oskar Schlemmer, Band 2: Oeuvrekatalog, München, Prestel 1979, Seite 24.
- Annette Neuhaus: Klassizistische Grabmale auf den Friedhöfen von Stuttgart und Umgebung. In: Christian von Holst (Herausgeber): Schwäbischer Klassizismus zwischen Ideal und Wirklichkeit, Aufsätze, Stuttgart 1993.
- Rudolf Pantle: Friedhofkunst. Zur Ausstellung für Friedhofkunst im Hoppenlau-Friedhof in Stuttgart. In: Zeitschrift für christliche Kunst Band 27, 1914, Seite 57–69, online:.
- Rudolf Pantle: Grabmalplastik Zur Ausstellung für Friedhofkunst im Hoppenlaufriedhof zu Stuttgart. In: Die Plastik Band 4, 1914, Seite 60–62, Tafel 78–80.
- Friedrich Pfäfflin: Der Stuttgarter Hoppenlau-Friedhof als literarisches Denkmal. In: Marbacher Magazin 59, Marbach am Neckar 1991.
- Waltraud u. Friedrich Pfäfflin: Die Gräber der Dichter auf dem Hoppenlau-Friedhof. Edition Vincent Klink, Stuttgart 2015, ISBN 978-3-927350-54-0, 420 S.
- Bertold Pfeiffer: Der Hoppenlau-Friedhof in Stuttgart. In: Württembergischer Altertumsverein. Rechenschaftsbericht für die Jahre 1894 und 1895. Stuttgart 1895.
- Bertold Pfeiffer: Klassizistische Bildwerke an Grabdenkmälern in und um Stuttgart. Sonderabdruck aus der Festschrift der K. Altertümersammlung in Stuttgart, Stuttgart 1912, PDF.
- Bertold Pfeiffer: Der Hoppenlau-Friedhof in Stuttgart Eine Studie zum Heimatschutz: mit einem Verzeichnis von Grabstätten samt Register und Plan. Neue, erweiterte Ausgabe. Kohlhammer, Stuttgart 1912 (Rechenschaftsbericht, Württembergische Geschichts- und Altertumsverein; 1900/1912, Beilage) (Digitalisat).
- Fridolin Rimmele: Aus dem Hoppenlau-Friedhof in Stuttgart. Mit 24 Tafeln (mit 24 hochwertigen Reproduktionen von Photographien einzelner Grabsteine des Friedhofs um die Jahrhundertwende), Stuttgart 1913.
- Hannelore Schlaffer: Christlicher Tod im Gewand der Antike. Der Hoppenlau-Friedhof in Stuttgart. In: Suevica Band 6, 1991, Seite 91–95.
- Gustav Wais: Der „Weißenhof-Bäck“. In: Stuttgarter Leben 34.1959, Heft 12, 64–65, 86.
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Weblinks
Commons: Hoppenlaufriedhof – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
Commons: Hoppenlaufriedhof – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
- 360°-Panoramaaufnahme vom Hoppenlaufriedhof
- Hoppenlaufriedhof auf einer Webseite der Stadt Stuttgart, abgerufen am 24. Oktober 2021
Einzelnachweise
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