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Kressenhof (Leutershausen)
Ortsteil der Stadt Leutershausen Aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
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Kressenhof (fränkisch: Gressn-houf[2]) ist ein Gemeindeteil der Stadt Leutershausen im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).[3] Kressenhof liegt in der Gemarkung Mittelramstadt.[4]
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Geografie
Der Weiler liegt geologisch in der sogenannten Kressenhof-Mulde.[5] Unmittelbar westlich des Weilers liegt der Leidigsweiher, durch den der Sachsaugraben fließt, der links der Altmühl zufließt. Im Osten liegt das Flurgebiet Haslach, 0,5 km südlich das Himmelreich, 0,75 km nordöstlich die Sachsau. 0,5 km nordwestlich befindet sich das Seeholz.
Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Erndorf (0,9 km südwestlich) bzw. zur Staatsstraße 2245 (0,3 km nordöstlich). Eine weitere Gemeindeverbindungsstraße führt ebenfalls zur St 2245 (0,2 km östlich).[6]
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Ortsnamendeutung
Der Ortsname wird gedeutet als „zum Hof des Kreß“, wobei Kreß vermutlich der Familienname des Gründers war; diesem liegt der althochdeutsche Personenname „Chresso“ zugrunde.[7]
Geschichte
Zusammenfassung
Kontext
Kressenhof/Cressenhof wurde wahrscheinlich erstmals 1544 erwähnt, und zwar in einem markgräflichen Lehenbrief für die Herren von Jochsberg; das Lehen bezog sich dabei auf einen Halbhof.[8] Im 16-Punkte-Bericht des brandenburg-ansbachischen Amtes Leutershausen von 1608 wurden für den Ort zwei Mannschaften verzeichnet. Sie waren den Herren von Seckendorff zu Jochsberg vogt-, gült-. steuer- und lehenbar.[9] Auch im 16-Punkte-Bericht von 1681[10] wie auch in der Vetterschen Oberamtsbeschreibung von 1732 wurden zwei Höfe verzeichnet, die zum Vogtamt Jochsberg gehörten und nach St. Peter in Leutershausen gepfarrt waren. Den Zehnt war an das brandenburg-ansbachische Amt Colmberg zu entrichten. Die Gemeindeherrschaft und die Vogtei inner Ettern lagen beim Jochsberger Amt, die Fraisch wurde nach wie vor vom Stadtvogteiamt Leutershausen wahrgenommen.[11] Gegen Ende des Alten Reiches bestand Kressenhof aus vier Halbhöfen und einem Gemeindehirtenhaus. Die herrschaftlichen Verhältnisse waren unverändert.[12][13][14] Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justizamt Leutershausen und Kammeramt Colmberg.[15]
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Kressenhof dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Auerbach zugeordnet. Es gehörte auch der 1810 gegründeten Ruralgemeinde Auerbach an.[16] Am 1. Januar 1972 wurde Kressenhof im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Leutershausen eingemeindet.[15][17]
Einwohnerentwicklung
Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Peter (Leutershausen) gepfarrt.[12] Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Ludwig (Ansbach) gepfarrt.[27]
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Kressenhof. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 3: I–Ne. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1801, DNB 790364301, OCLC 833753092, Sp. 209–210 (Digitalisat).
- Elisabeth Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach. Inaugural-Dissertation. Erlangen 1955, DNB 480570132, OCLC 872378821, S. 118.
- Manfred Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 35). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2009, ISBN 978-3-7696-6856-8.
- Hermann Schreiber: Leutershausen. Leutershausen 1975, ISBN 3-922175-02-3, S. 350–351.
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Weblinks
- Kressenhof in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 20. November 2021.
- Kressenhof in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 16. September 2019.
- Kressenhof im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 29. März 2025.
Fußnoten
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