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Wilhelm Ashoff (Unternehmer, 1857)

deutscher Unternehmer Aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

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Wilhelm Ashoff (* 31. Juli 1857 in Altena; † 13. Juli 1929 ebenda)[1] war ein deutscher Unternehmer.

Leben und Wirken

Wilhelm Ashoff war der Sohn eines Hutmachers.[2] Er besuchte die Realschule in Altena und erlangte die Primareife in Siegen.

Nach der kaufmännischen Lehre trat Ashoff 1874 in das Unternehmen Basse & Selve ein, das 1861 gegründet wurde. In dieser Firma wirkte er 53 Jahre.[3] Er stieg zum Prokuristen, Generalbevollmächtigten (ab 1899), Direktor und Generaldirektor auf. Nachdem die Firma im Jahre 1921 zur Selve AG wurde und im Jahre 1927 zur Berg-Heckmann-Selve AG umgewandelt wurde, schied er 1927 aus dem Vorstand aus.[4] 1928 wechselte er als erster stellvertretender Vorsitzender in den Aufsichtsrat.

Ashoff setzte sich wegweisend für die Zusammenarbeit in der Messing-, Kupfer-, Nickel- und Aluminiumindustrie ein.[5] Er war Mitglied in den Vorständen zahlreicher Berufsverbände. Er beteiligte sich an Initiativen zum Ausgleich der Interessenkonflikte mit der Arbeiterschaft. Zudem unterstützte er die Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft.

Seit 1904 war Ashoff Mitglied der DDP und saß im Kreistag sowie im Magistrat der Stadt Altena. 1919 kandidierte er für die Verfassungsgebende Preußische Landesversammlung, wurde jedoch nicht gewählt.[6]

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Ämter und Mitgliedschaften

  • 1. stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats der Selve-Automobilwerke AG
  • Vorsitzender der Handelskammer für das Lennegebiet des Kreises Altena und für den Kreis Olpe von 1904 bis 1929
  • Mitglied des Kreistags und des Magistrats der Stadt Altena
  • Ausschussmitglied des Zentralverbands der Deutschen Industriellen
  • Mitglied des vorläufigen Reichswirtschaftsrats
  • Mitglied des Hauptausschusses und Außenhandelsausschusses des Deutschen Industrie- und Handelskammertag
  • Mitglied des Landesausschusses der preußischen Industrie- und Handelskammern
  • Mitglied des Hauptausschusses des Reichsverbandes der deutschen Industrie
  • Vorsitzender der Fachgruppe der Metallhütten- und Metallhalbzeugindustrie des Reichsverbandes der Deutschen Industrie
  • Vorsitzender des Zentralverbandes der Deutschen Metall-, Walzwerks- und Hüttenindustrie e.V.
  • Mitglied des Vereins für die gemeinsamen wirtschaftlichen Interessen in Rheinland und Westfalen
  • Mitglied des Vorstands des Kupferblech-Syndikats in Kassel
  • Mitglied des Vorstands des Kupferrohrverbands in Köln
  • Mitglied des Vorstands des Deutschen Kupferdrahtverbands
  • Mitglied des Vorstands des Aluminium-Walzwerkverbands
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Auszeichnungen

  • 1918: Ernennung zum Königlich preußischen Kommerzienrat[5]
  • 1923: Ernennung zum Dr.-Ing. ehrenhalber durch die Bergakademie Clausthal
  • Ehrenvorsitzender des Verbandes des Wirtschafts-Vereins Deutscher Messingwerke e.V.

Literatur

  • Georg Wenzel: Deutscher Wirtschaftsführer. Hanseatische Verlagsanstalt, Hamburg 1929.
  • Alfred Bozi, Otto Sartorius: Die Deutsche Wirtschaft. Berlin 1926.
  • Karin Jaspers, Wilfried Reininghaus: Westfälisch-lippische Kandidaten der Januarwahlen 1919. Eine biographische Dokumentation (= Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Westfalen, Neue Folge, Bd. 52). Aschendorff, Münster 2020, ISBN 978-3-402-15136-5, S. 29–30.
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Fußnoten

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