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Mad House
Fahrgeschäft, das die Illusion erzeugt die Fahrgäste würden sich innerhalb eines schaukelnden Raumes um 360° drehen Aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
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Ein Mad House ist ein Fahrgeschäft, das auf Jahrmärkten, Kirmessen und in Freizeitparks eingesetzt wird und die Illusion erzeugt, die Fahrgäste würden sich innerhalb eines schaukelnden Raumes um 360° drehen. Im deutschsprachigen Raum werden ältere Versionen dieser Anlage auch Hexenschaukel genannt, auch der deutsche Hersteller Mack Rides nutzt in seinen deutschen Publikationen diesen Namen.

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Funktionsweise
Es ist ein Raum, der meist achteckig (sechskantig) in Längsrichtung konstruiert ist. Die beiden Seitenteile sind jeweils mit einem Rundschienensystem versehen, diese Schienen sind auf Reibradantrieben gelagert, die ein Drehen des Raumes um 360 Grad um die eigene Achse ermöglichen. Gleichzeitig ist jeweils mittig an den Seitenteilen eine Gondelbrücke aufgehängt, auf der die Passagiere in einzelnen mittels Bügeln gesicherten Bänken Platz nehmen. In aller Regel sitzen sich die Fahrgäste auf diesen Bänken gegenüber. Die Gondelbrücke kann in beide Richtungen ausgeschwenkt werden und somit der Raumbewegung folgen. Dadurch entsteht der Eindruck, die Fahrgäste würden „auf den Kopf gestellt“. In Wirklichkeit jedoch dreht sich nur der Raum immer weiter, während die Gondelbrücke eine Schaukelbewegung um bis zu 30 Grad nach beiden Seiten ausführt.[1]
Die Dekoration eines Mad House vermittelt oft durch Fixierung aller beweglichen Teile im Raum den Eindruck, sie würde sich ohne Einfluss der Schwerkraft verhalten.
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Geschichte
Ende des 19. Jahrhunderts wurden die ersten Hexenschaukeln in rudimentären Versionen entwickelt. Seitdem jedoch wurde die Technik um einiges weiterentwickelt. Das erste moderne Mad House ist die von dem niederländischen Hersteller Vekoma gebaute und 1996 eröffnete Villa Volta im niederländischen Freizeitpark Efteling.[2]
Neben dem Unternehmen Vekoma, das einen Großteil der existierenden Anlagen gebaut hat, produziert auch der deutsche Hersteller Mack Rides ein Fahrgeschäft dieser Art.
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Technik
Durch Steuerung mittels Computer und Synchronlauf von Lichteffekten und Musik ist eine perfekte Illusion möglich. Die Fahrprogramme können je nach Publikum variiert werden. Der Antrieb erfolgt durch Drehstrommotoren.
Die Kapazität beträgt bei den modernen Versionen von Mack und Vekoma 40 bis 78 Personen pro Fahrt, je nach Version. Ältere Anlagen bieten Platz für deutlich weniger Mitfahrer.
Anlagen
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Weblinks
Commons: Mad houses – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Einzelnachweise
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