Königsberg (Preußen)

Königliche Haupt- und Residenzstadt in Preußen / aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Königsberg (niederpreußisch Keenigsbarg) war die Hauptstadt Ostpreußens. Ihre siebenhundertjährige Geschichte endete infolge des Zweiten Weltkriegs. Die Stadt wurde nach 1945 als nun russische Stadt in Kaliningrad umbenannt.

Schlossteich (1912)
Alte Städte Königsbergs (1255)
Königsberg nordöstlich des Frischen Haffs auf einer Landkarte von 1910
Stadtplan von Königsberg 1905

Königsberg entstand bei der 1255 vom Deutschen Ritterorden an der Pregelmündung im Südosten der Halbinsel Samland errichteten gleichnamigen Burg. Bis 1945 war Königsberg als Hauptstadt der preußischen Provinz Ostpreußen deren kulturelles und wirtschaftliches Zentrum. Mit der Reichsgründung wurde es 1871 zur nordöstlichsten Großstadt des Deutschen Reiches. Im April 1945 eroberte die Rote Armee in der Schlacht um Königsberg die durch zwei britische Luftangriffe schon 1944 weitgehend zerstörte Stadt. Anschließend nahm die Sowjetunion das nördliche Ostpreußen mit Königsberg in Besitz. Die nach der Eroberung in Königsberg verbliebene Zivilbevölkerung, welche die ersten Nachkriegsjahre überlebt hatte, wurde bis 1948 in die Sowjetische Besatzungszone abgeschoben.