Mensch

höheres Säugetier aus der Ordnung der Primaten / aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Der Mensch (Homo sapiens, lateinisch für „verstehender, verständiger“ oder „weiser, gescheiter, kluger, vernünftiger Mensch“) ist nach der biologischen Systematik eine Art der Gattung Homo aus der Familie der Menschenaffen, die zur Ordnung der Primaten und damit zu den höheren Säugetieren gehört.

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Mensch

Carl von Linné, nachträglich designierter Typus der Art Homo sapiens

Systematik
Überfamilie: Menschenartige (Hominoidea)
Familie: Menschenaffen (Hominidae)
Unterfamilie: Homininae
Tribus: Hominini
Gattung: Homo
Art: Mensch
Wissenschaftlicher Name
Homo sapiens
Linnaeus, 1758
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25 % der heute lebenden Menschen sind höchstens 14 Jahre alt.
15 % sind 15 bis 24 Jahre alt.
50 % sind 25 bis 64 Jahre alt.
10 % sind mindestens 65 Jahre alt.
49,7 % wurden als Frau geboren.
50,3 % wurden als Mann geboren.
Einige verstehen sich als nichtbinär.

Der Mensch ist die einzige rezente Art der Gattung Homo. Er ist in Afrika seit rund 300.000 Jahren fossil belegt[1] und entwickelte sich dort über ein als archaischer Homo sapiens bezeichnetes evolutionäres Bindeglied vermutlich aus Homo erectus. Zwischen Homo sapiens, den Neandertalern und den Denisova-Menschen gab es nachweislich – vermutlich mehrfach – einen Genfluss. Weitere, jedoch deutlich jüngere fossile Belege gibt es für die Art von allen Kontinenten außer Antarktika. Von den noch lebenden Menschenaffen sind die Schimpansen dem Menschen stammesgeschichtlich am nächsten verwandt, am zweitnächsten die Gorillas.

Allgemeine Eigenschaften der Menschen und besondere Formen menschlichen Zusammenlebens werden in der Anthropologie, Ethnologie und Soziologie untersucht. Im Laufe der Stammesgeschichte des Menschen, der Hominisation und der soziokulturellen Evolution haben sich Merkmale herausgebildet, welche die Voraussetzungen dafür bildeten, dass der Mensch ein in hohem Maße sozialisations- und kulturabhängiges Wesen werden konnte. Dazu gehören eine lang andauernde Kindheit, die Fähigkeit zum Spracherwerb und zu gemeinschaftlicher Arbeit sowie das Eingehen besonders komplexer sozialer Bindungen. Durch ihr Bewusstsein erschließt sich den Menschen die zeitliche Dimension des Daseins sowie ein reflektiertes Verhältnis zu sich selbst. Daraus ergeben sich die eigene Existenz betreffende Fragen, wie zum Beispiel die nach der persönlichen Freiheit, nach der menschlichen Stellung in der Natur, nach moralischen Grundsätzen des Zusammenlebens und einem Sinn des Lebens. Im Rahmen der Reflexion des Verhältnisses zu anderen Lebewesen haben viele Kulturen ein Menschenbild entwickelt, das den Menschen von der Natur absondert und dieser gegenüberstellt. Eine solche Sonderstellung innerhalb der Tierwelt wurde etwa durch Schöpfungserzählungen begründet, die den Menschen einen separaten Ursprung zuschreiben, oder durch die Bestimmung des Menschen als Vernunftwesen. Sie findet aber auch in modernen Vorstellungen wie der Menschenwürde und den Menschenrechten einen Widerhall.

Die Gesamtzahl der Individuen wuchs eine Zeit lang exponentiell und beträgt mittlerweile mehr als acht Milliarden. In ihrer Gesamtheit werden diese als Menschheit bezeichnet. In der Geschichte der Menschheit kam es zur Bildung zunehmend komplexer sozialer Systeme, seit der neolithischen Revolution sind dies die so genannten Zivilisationen. Die Entwicklung der Technik führte bis heute zu einem dermaßen umfassenden anthropogenen Einfluss auf das Ökosystem Erde, dass vorgeschlagen wurde, das aktuelle Erdzeitalter Anthropozän zu nennen. Dafür spricht sicherlich die Überschreitung bestimmter planetarer Grenzen durch das Wirken des Menschen. Es ist nicht auszuschließen, dass diese Entwicklung zum Ende der Menschheit führen kann, für das es jedoch etliche weitere Szenarien gibt.