Olympische Sommerspiele 2000/Leichtathletik – Hammerwurf (Männer) - Wikiwand
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Olympische Sommerspiele 2000/Leichtathletik – Hammerwurf (Männer)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Sportart Leichtathletik
Disziplin Hammerwurf
Geschlecht Männer
Teilnehmer 44 Athleten aus 24 Ländern
Wettkampfort Stadium Australia
Wettkampfphase 23. September 2000 (Qualifikation)
24. September 2000 (Finale)
Medaillengewinner
Szymon Ziółkowski (PolenPolen POL)
Nicola Vizzoni (ItalienItalien ITA)
Ihar Astapkowitsch (Weissrussland 1995
 BLR)

Der Hammerwurf der Männer bei den Olympischen Spielen 2000 in Sydney wurde am 23. und 24. September 2000 im Stadium Australia ausgetragen. 44 Athleten nahmen teil.

Olympiasieger wurde der Pole Szymon Ziółkowski. Er gewann vor dem Italiener Nicola Vizzoni und dem Weißrussen Ihar Astapkowitsch.

Mit Markus Esser, Karsten Kobs und Heinz Weis nahmen drei Deutsche am Wettkampf teil. Alle drei scheiterten in der Qualifikation.
Athleten aus der Schweiz, Österreich und Liechtenstein waren nicht dabei.

Aktuelle Titelträger

Olympiasieger 1996 Balázs Kiss (UngarnUngarn Ungarn) 81,24 m Atlanta 1996
Weltmeister 1999 Karsten Kobs (DeutschlandDeutschland Deutschland) 80,24 m Sevilla 1999
Europameister 1998 Tibor Gécsek (UngarnUngarn Ungarn) 82,87 m Budapest 1998
Panamerikanischer Meister 1999 Lance Deal (Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA) 79,61 m Winnipeg 1999
Zentralamerika und Karibik-Meister 1999 Hammerwurf nicht ausgetragen
Südamerika-Meister 1999 Juan Ignacio Cerra (ArgentinienArgentinien Argentinien) 72,09 m Bogotá 1999
Asienmeister 2000 Wataru Ebihara (JapanJapan Japan) 69,50 m Jakarta 2000
Afrikameister 2000 Samir Haouam (AlgerienAlgerien Algerien) 69,38 m Algier 2000
Ozeanienmeister 2000 Brentt Jones (Norfolkinsel
 Norfolkinsel)
55,01 m Adelaide 2000

Bestehende Rekorde

Weltrekord 86,74 m Jurij Sedych (SowjetunionSowjetunion Sowjetunion) Stuttgart, damals BR Deutschland (heute Deutschland) 30. August 1986[1]
Olympischer Rekord 84,80 m Sergei Litwinow (SowjetunionSowjetunion Sowjetunion) Finale von Seoul, Südkorea 26. September 1988

Anmerkungen:

  • Alle Zeitangaben sind auf Ortszeit Sydney (UTC+10) bezogen.
  • Alle Weiten sind in Metern (m) angegeben.

Qualifikation

Die Qualifikation wurde in zwei Gruppen durchgeführt. Die Qualifikationsweite betrug 77,50 m. Da nur fünf Teilnehmer diese Weite übertrafen (hellblau unterlegt), wurde das Finalfeld mit den nächstbesten Athleten beider Gruppen auf zwölf Werfer aufgefüllt (hellgrün unterlegt). Schließlich waren für die Finalteilnahme 76,61 m notwendig.

Gruppe A

23. September 2000, 10:00 Uhr

Platz Name Nation 1. Versuch 2. Versuch 3. Versuch Weite Anmerkung
1 Andrij Skwaruk UkraineUkraine Ukraine 79,55 - - 79,55
2 Kōji Murofushi JapanJapan Japan 78,49 - - 78,49
3 Szymon Ziółkowski PolenPolen Polen 77,81 - - 77,81
4 Nicola Vizzoni ItalienItalien Italien 75,31 77,56 - 77,56
5 Tibor Gécsek UngarnUngarn Ungarn 75,97 x 77,33 77,33
6 Ilja Konowalow RusslandRussland Russland 77,07 76,93 74,29 77,07
7 Iwan Zichan Weissrussland 1995
 Weißrussland
76,43 76,90 x 76,90
8 Vladimír Maška TschechienTschechien Tschechien x 76,70 75,62 76,70
9 Pavel Sedláček TschechienTschechien Tschechien 74,66 72,71 75,33 75,33
10 Gilles Dupray FrankreichFrankreich Frankreich x 74,71 75,05 75,05
11 Oleksandr Krykun UkraineUkraine Ukraine 74,83 72,49 74,17 74,17
12 Zsolt Németh UngarnUngarn Ungarn 73,95 x x 73,95
13 Stuart Rendell AustralienAustralien Australien 67,67 72,78 x 72,78
14 András Haklits KroatienKroatien Kroatien x x 72,66 72,66
15 Karsten Kobs DeutschlandDeutschland Deutschland 72,29 x 71,65 72,29
16 Markus Esser DeutschlandDeutschland Deutschland x 69,51 x 69,51
17 Kevin McMahon Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 69,48 65,97 x 69,48
18 Vítor Costa PortugalPortugal Portugal 67,07 68,79 68,89 68,89
19 Roman Rozna Moldau RepublikRepublik Moldau Moldau x 68,01 62,46 68,01
20 Patrick McGrath IrlandIrland Irland 67,00 64,09 64,35 67,00
21 Witali Chojatelew Usbekistan
 Usbekistan
60,55 64,53 65,04 65,04

Gruppe B

23. September 2000, 12:15 Uhr

Platz Name Nation 1. Versuch 2. Versuch 3. Versuch Weite Anmerkung
1 Ihar Astapkowitsch Weissrussland 1995
 Weißrussland
79,81 - - 79,81
2 David Chaussinand FrankreichFrankreich Frankreich 77,12 x x 77,12
3 Loris Paoluzzi ItalienItalien Italien x 73,63 76,91 76,91
4 Alexandros Papadimitriou GriechenlandGriechenland Griechenland 76,61 74,77 x 76,61
5 Maciej Pałyszko PolenPolen Polen 76,33 x 70,11 76,33
6 Wladyslaw Piskunow UkraineUkraine Ukraine 75,95 76,00 76,08 76,08
7 Andrei Abduwalijew Usbekistan
 Usbekistan
x 75,64 74,19 75,64
8 Lance Deal Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 73,84 75,61 73,93 75,61
9 Adrián Annus UngarnUngarn Ungarn 74,01 75,41 x 75,41
10 Wassili Sidorenko RusslandRussland Russland 74,72 73,97 x 74,72
11 Alexei Sagorny RusslandRussland Russland 70,58 74,00 74,63 74,63
12 Christophe Épalle FrankreichFrankreich Frankreich 70,46 72,70 74,22 74,22
13 Christos Polychroniou GriechenlandGriechenland Griechenland x x 74,02 74,02
14 Heinz Weis DeutschlandDeutschland Deutschland 73,51 73,19 x 73,51
15 Juan Ignacio Cerra ArgentinienArgentinien Argentinien x 72,86 x 72,86
16 Libor Charfreitag SlowakeiSlowakei Slowakei 71,10 72,52 x 72,52
17 Miloslav Konopka SlowakeiSlowakei Slowakei 70,55 x x 70,55
18 Jan Bielecki DanemarkDänemark Dänemark 68,56 70,46 x 70,46
19 Olli-Pekka Karjalainen FinnlandFinnland Finnland 69,64 x x 69,64
20 Primož Kozmus SlowenienSlowenien Slowenien 68,83 x 67,02 68,83
21 Jud Logan Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 68,42 68,05 x 68,42
ogV Nikolai Dawidow Kirgisistan
 Kirgisistan
x x x ohne Weite
  • Der Deutsche Markus Esser warf in der Qualifikation 69,51 m und schied damit aus
    Der Deutsche Markus Esser warf in der Qualifikation 69,51 m und schied damit aus
  • Mit 74,22 m scheiterte der Franzose Christophe Épalle in der Qualifikation
    Mit 74,22 m scheiterte der Franzose Christophe Épalle in der Qualifikation
  • Libor Charfreitag aus der Slowakei schied mit 72,52 m in der Qualifikation aus
    Libor Charfreitag aus der Slowakei schied mit 72,52 m in der Qualifikation aus
  • Der Finne Olli-Pekka Karjalainen erreichte mit seinen 69,64 m nicht das Finale
    Der Finne Olli-Pekka Karjalainen erreichte mit seinen 69,64 m nicht das Finale
  • 68,83 m reichten für den Slowenen Primož Kozmus nicht für die Finalteilnahme
    68,83 m reichten für den Slowenen Primož Kozmus nicht für die Finalteilnahme

Finale

24. September 2000, 20:50 Uhr

Für das Finale hatten sich zwölf Athleten qualifiziert, fünf von ihnen über die Qualifikationsweite, sieben weitere über ihre Platzierungen. Teilnehmer waren zwei Italiener, zwei Weißrussen und jeweils einer aus Frankreich, Griechenland, Japan, Polen, Russland, Tschechien, der Ukraine und Ungarn.

Einige hoch eingeschätzte Athleten wie der deutsche Weltmeister Karsten Kobs, der US-Amerikaner Lance Deal, der ungarische Vizeweltmeister Zsolt Németh und der WM-Dritte Wladyslaw Piskunow aus der Ukraine waren bereits in der Qualifikation gescheitert. So fiel es schwer, einen Favoritenkreis für dieses Finale auszumachen. Sicherlich gehörten der ungarische Europameister und WM-Vierte Tibor Gécsek sowie Andrij Skwaruk aus der Ukraine als WM-Fünfter von 1999 und Vizeweltmeister von 1997 dazu.

Das Finale wurde unter widrigen Bedingungen durchgeführt. Nur einem Athleten, dem Polen Szymon Ziółkowski, gelang mit 80,02 m ein Wurf über die 80-Meter-Marke. Ziółkowski gewann die Goldmedaille vor dem Italiener Nicola Vizzoni, der seine Bestweite von 79,64 m im dritten Versuch erzielte. Mit 79,17 m ging die Bronzemedaille an den Weißrussen Ihar Astapkowitsch. Sein Landsmann Iwan Zichan erzielte die exakt gleiche Weite, hatte aber den schlechteren zweitbesten Versuch mit 78,85 m gegenüber Astapkowitschs 79,06 m. Der Russe Ilja Konowalow belegte Rang fünf, der Italiener Loris Paoluzzi wurde Sechster.

Es war ein enges Finale mit sehr knappen Abständen. Die Qualität litt deutlich unter den schwierigen äußeren Bedingungen mit sonnigen, vor allem jedoch regnerischen Abschnitten.

Szymon Ziółkowski war der erste polnische Olympiasieger und Medaillengewinner im Hammerwurf der Männer.
Nicola Vizzoni gewann die erste Medaille für Italien in dieser Disziplin.

Platz Name Nation 1. Versuch 2. Versuch 3. Versuch 4. Versuch 5. Versuch 6. Versuch Endresultat Anmerkung
1 Szymon Ziółkowski PolenPolen Polen 74,89 79,87 x 80,02 78,68 78,32 80,02
2 Nicola Vizzoni ItalienItalien Italien 76,35 76,57 79,64 76,07 76,99 x 79,64
3 Ihar Astapkowitsch Weissrussland 1995
 Weißrussland
74,98 x 77,08 x 79,17 79,06 79,17
4 Iwan Zichan Weissrussland 1995
 Weißrussland
78,85 78,11 79,17 x 75,93 x 79,17
5 Ilja Konowalow RusslandRussland Russland 78,56 78,12 x x 72,78 x 78,56
6 Loris Paoluzzi ItalienItalien Italien 78,18 x x x 76,19 x 78,18
7 Tibor Gécsek UngarnUngarn Ungarn 75,25 76,99 77,70 75,81 77,06 76,82 77,70
8 Vladimír Maška TschechienTschechien Tschechien 77,32 75,37 76,39 73,86 x 75,52 77,32
9 Kōji Murofushi JapanJapan Japan x 76,24 76,60 nicht im Finale der
besten acht Werfer
76,60
10 Andrij Skwaruk UkraineUkraine Ukraine 71,60 75,50 x 75,50
11 David Chaussinand FrankreichFrankreich Frankreich 74,24 x 75,26 75,26
12 Alexandros Papadimitriou GriechenlandGriechenland Griechenland x 73,30 x 73,30
  • Olympiasieger Szymon Ziółkowski aus Polen
    Olympiasieger Szymon Ziółkowski aus Polen
  • Silbermedaillengewinner Nicola Vizzoni aus Italien
    Silbermedaillengewinner Nicola Vizzoni aus Italien
  • Der Weißrusse Iwan Zichan belegte im Finale Rang vier.
    Der Weißrusse Iwan Zichan belegte im Finale Rang vier.
  • Der Japaner Kōji Murofushi wurde Olympianeunter.
    Der Japaner Kōji Murofushi wurde Olympianeunter.

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Einzelnachweise

  1. IAAF Statistics Handbook, Peking 2015 Seite 680 (engl.), abgerufen am 2. April 2018
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