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Senegal

Staat in Westafrika / aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Die Republik Senegal (französisch République du Sénégal [seneˈgal]) ist ein Staat in Westafrika. Er erstreckt sich von den Ausläufern der Sahara im Norden, wo das Land an Mauretanien grenzt, bis an den Beginn des tropischen Feuchtwaldes im Süden, den Nachbarn Guinea und Guinea-Bissau, sowie von der kühlen Atlantikküste im Westen in die heiße Sahel-Region an der Grenze zu Mali im Osten. Die südlichen Landesteile des französischsprachigen Senegal, die Casamance, werden durch den tief in den Osten reichenden, englischsprachigen Kleinstaat Gambia getrennt.

Quick facts: ...
Republik Senegal
République du Sénégal
Flagge Wappen
Wahlspruch: „Un Peuple, Un But, Une Foi“: „Ein Volk, ein Ziel, ein Glaube“
Südgeorgien (Vereinigtes Königreich)Frankreich (Französisch-Guayana)Dänemark (Grönland)Moldau
Amtssprache Französisch
Hauptstadt Dakar
Staats- und Regierungsform präsidentielle Republik
Staatsoberhaupt Präsident der Republik
Macky Sall
Regierungschef Premierminister Amadou Ba
Fläche 196.722 km²
Einwohnerzahl 17,2 Millionen (68.) (2021)[1]
Bevölkerungsdichte 87 Einwohner pro km²
Bevölkerungs­entwicklung + 2,7 % (Schätzung für das Jahr 2021)[2]
Bruttoinlandsprodukt
  • Total (nominal)
  • Total (KKP)
  • BIP/Einw. (nom.)
  • BIP/Einw. (KKP)
2021[3]
  • 28 Milliarden USD (107.)
  • 65 Milliarden USD (107.)
  • 1.607 USD (158.)
  • 3.767 USD (159.)
Index der menschlichen Entwicklung 0,511 (170.) (2021) [4]
Währung CFA-Franc BCEAO (XOF)
Unabhängigkeit 20. Juni 1960 (von Frankreich)
20. August 1960 (von der Mali-Föderation)
National­hymne Pincez Tous vos Koras, Frappez les Balafons
Zeitzone UTC±0
Kfz-Kennzeichen SN
ISO 3166 SN, SEN, 686
Internet-TLD .sn
Telefonvorwahl +221
Close
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Die Hauptstadt ist die Millionenstadt Dakar, weitere bedeutende Städte sind Pikine, Touba, Guédiawaye und Thiès. Unter der Regierung von Staatspräsident Macky Sall führen Pläne, die verkehrsgünstig am Eingang der Cap-Vert-Halbinsel gelegene junge Stadt Diamniadio neben Dakar zu einem zweiten Regierungssitz auszubauen, seit 2014 zu ersten Ergebnissen.

Das Gebiet des Senegal ist bereits seit dem 11. Jahrhundert ein Teil der islamischen Welt. Heute bekennen sich mehr als 95 % der Einwohner des Landes zum Islam. Nachdem die Region von mehreren afrikanischen Reichen beherrscht wurde, wurde sie im Jahr 1895 zu einer französischen Kolonie in Afrika. Am 20. August 1960 wurde die Republik Senegal unabhängig, behielt seitdem ein Mehrparteiensystem bei und wurde zu einem der wenigen demokratischen Staaten auf dem afrikanischen Kontinent.

Die Abhängigkeit von wenigen Exportgütern wie Erdnüssen, Phosphaten und Fisch, rasches Bevölkerungswachstum und Staatsverschuldung führten ab den 1980er Jahren im vormals wohlhabenden Senegal jedoch zu Verarmung und wachsenden sozialen Spannungen, zu denen seit 1982 auch die Abspaltungsbestrebungen der Casamance kamen. In der Folge machte sich Senegal abhängig von Krediten der Industrie- und Erdölländer sowie von Entwicklungshilfe. Die wirtschaftliche Erholung geht allmählich vonstatten.