Olympische Sommerspiele 2004/Leichtathletik – 10.000 m (Frauen) - Wikiwand
For faster navigation, this Iframe is preloading the Wikiwand page for Olympische Sommerspiele 2004/Leichtathletik – 10.000 m (Frauen).

Olympische Sommerspiele 2004/Leichtathletik – 10.000 m (Frauen)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Sportart Leichtathletik
Disziplin 10.000-Meter-Lauf
Geschlecht Frauen
Teilnehmer 31 Athletinnen aus 20 Ländern
Wettkampfort Olympiastadion Athen
Wettkampfphase 27. August 2004
Medaillengewinnerinnen
Xing Huina (China VolksrepublikVolksrepublik China CHN)
Ejagayehu Dibaba (Athiopien 1996
 ETH)
Derartu Tulu (Athiopien 1996
 ETH)

Der 10.000-Meter-Lauf der Frauen bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen wurde am 27. August 2004 im Olympiastadion Athen ausgetragen. 31 Athletinnen nahmen teil.

Olympiasiegerin wurde die Chinesin Xing Huina. Sie siegte vor den Äthiopierinnen Ejagayehu Dibaba und Derartu Tulu.

Für Deutschland nahm Sabrina Mockenhaupt teil, die Platz fünfzehn belegte.
Athletinnen aus der Schweiz, Österreich und Liechtenstein nahmen nicht teil.

Aktuelle Titelträgerinnen

Olympiasiegerin 2000 Derartu Tulu (Athiopien 1996
 Äthiopien)
30:17,49 min Sydney 2000
Weltmeisterin 2003 Berhane Adere (Athiopien 1996
 Äthiopien)
30:04,18 min Paris 2003
Europameisterin 2002 Paula Radcliffe (Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Großbritannien) 30:01,09 min München 2002
Panamerikanische Meisterin 2003 Adriana Fernández (MexikoMexiko Mexiko) 33:16,05 min Santo Domingo 2003
Zentralamerika und Karibik-Meisterin 2003 10.000-m-Lauf nicht als Meisterschaftswettbewerb ausgetragen St. George’s 2003
Südamerika-Meisterin 2003 Ednalva da Silva (BrasilienBrasilien Brasilien) 34:13,50 min Barquisimeto 2003
Asienmeisterin 2003 Sun Yingjie (China VolksrepublikVolksrepublik China Volksrepublik China) 32:37,04 min Manila 2003
Afrikameisterin 2004 Eyerusalem Kuma (Athiopien 1996
 Äthiopien)
31:56,77 min Brazzaville 2004
Ozeanienmeisterin 2002 Wettbewerb nicht im Meisterschaftsprogramm Christchurch 2002

Bestehende Rekorde

Weltrekord 29:31,78 min Wang Junxia (China VolksrepublikVolksrepublik China Volksrepublik China) Peking, Volksrepublik China 8. September 1993[1]
Olympischer Rekord 30:17,49 min Derartu Tulu (Athiopien 1996
 Äthiopien)
Finale von Sydney, Australien 30. September 2000

Anmerkung: Alle Zeitangaben sind Ortszeit Athen (UTC+2).

Ergebnis

27. August 2004, 21:50 Uhr

Der Wettbewerb wurde ohne Vorläufe als Finalrennen ausgetragen.

Als Favoriten galten vor allem die Äthiopierinnen mit der Olympiasiegerin von 2000 Derartu Tulu. Die äthiopische Mannschaft war so dominierend, dass auf die amtierende Weltmeisterin Berhane Adere verzichtet wurde. Neben Tulu starteten Ejegayehu Dibaba und Vizeweltmeisterin Werknesh Kidane. Als Konkurrentinnen kamen am ehesten die chinesische WM-Dritte Sun Yingjie und die in Kenia geborene Lornah Kiplagat, die für die Niederlande startete, in Frage. Auch die britische Europameisterin Paula Radcliffe, die einen Doppelstart über 10.000 Meter und im Marathonlauf wagte, war hier wieder dabei. Ihre Form im Olympiajahr ließ sie jedoch eher nicht als Medaillenkandidatin erscheinen.

Auf den ersten 6000 Metern wurde ein moderates Tempo gelaufen. Dabei übernahm auch Radcliffe immer wieder die Führungsposition. Nach fünfzehn Runden fiel sie jedoch zurück und gab das Rennen in der neunzehnten Runde auf. Der 1000-Meter-Abschnitt zwischen dem sechsten und siebten Kilometer war der erste in diesem Rennen unter drei Minuten. Das Tempo wurde anschließend nicht ganz so hoch gehalten, blieb jedoch deutlich schneller als auf der ersten Streckenhälfte. So fiel das Feld nun immer mehr auseinander und es bildete sich eine fünfköpfige Spitzengruppe mit den drei Äthiopierinnen, der Chinesin Xing Huina und Kiplagat. Kidane machte das Tempo und bis zur letzten Runde blieb die Gruppe zusammen. Zu Beginn der Gegengeraden zog Dibaba den Endspurt an und setzte sich an die Spitze, Xing folgte ihr mühelos. Tulu übernahm Position drei und lag noch auf Tuchfühlung zu den beiden Führenden, während Kidane Probleme hatte, den Anschluss zu halten. Kiplagat fiel zurück und hatte keine Aussichten mehr auf einen Medaillengewinn. Zu Beginn der Zielgeraden zog die Chinesin an Dibaba vorbei. Xing Huina gewann mit 0,62 Sekunden Vorsprung vor Ejegayehu Dibaba. Derartu Tulu verlor auf den letzten hundert Metern den Anschluss und gewann knapp zwei Sekunden hinter Xing die Bronzemedaille. Werknesh Kidane wurde Vierte vor Lornah Kiplagat. Mit mehr als 22 Sekunden Rückstand auf Kiplagat kam Sun Yingjie als Sechste ins Ziel. Weitere knapp sechs Sekunden dahinter wurde die Lettin Jeļena Prokopčuka Siebte vor der Russin Lidija Grigorjewa.

Es war zwar kein Rennen auf Weltrekord-Niveau, aber es wurden immerhin drei Landesrekorde aufgestellt: für Lettland, Slowenien und Rumänien.

Xing Huina war die erste chinesische Olympiasiegerin in dieser Disziplin.

Zwischenzeiten
Zwischenzeit-
Marke
Zwischenzeit Führende 1000-m-Zeit
1000 m 3:16.02 min Natalija Berkut 3:16.02 min
2000 m 6:21,82 min Jeļena Prokopčuka 3:05,80 min
3000 m 9:27,40 min Paula Radcliffe 3:05,58 min
4000 m 12:32,69 min Derartu Tulu 3:05,29 min
5000 m 15:34,36 min Ejegayehu Dibaba 3:01,67 min
6000 m 18:37,39 min Werknesh Kidane 3:03,03 min
7000 m 21:34,26 min Werknesh Kidane 2:56,87 min
8000 m 24:34,70 min Werknesh Kidane 3:00,44 min
9000 m 27:34,79 min Werknesh Kidane 3:00,09 min
10.000 m 30:24,36 min Xing Huina 2:49,57 min
Platz Name Nation Zeit (min) Anmerkung
1 Xing Huina China VolksrepublikVolksrepublik China Volksrepublik China 30:24,36
2 Ejegayehu Dibaba Athiopien 1996
 Äthiopien
30:24,98
3 Derartu Tulu Athiopien 1996
 Äthiopien
30:26,42
4 Werknesh Kidane Athiopien 1996
 Äthiopien
30:28,30
5 Lornah Kiplagat NiederlandeNiederlande Niederlande 30:31,92
6 Sun Yingjie China VolksrepublikVolksrepublik China Volksrepublik China 30:54,37
7 Jeļena Prokopčuka LettlandLettland Lettland 31:04,10 NR
8 Lidija Grigorjewa RusslandRussland Russland 31:04,62
9 Lucy Kabuu Kenia
 Kenia
31:05,90
10 Helena Javornik SlowenienSlowenien Slowenien 31:06,63 NR
11 Mihaela Botezan RumänienRumänien Rumänien 31:11,24 NR
12 Kathy Butler Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Großbritannien 31:41,13
13 Megumi Oshima JapanJapan Japan 31:42,18
14 Marie Davenport IrlandIrland Irland 31:50,49
15 Sabrina Mockenhaupt DeutschlandDeutschland Deutschland 32:00,85
16 Alice Timbilili Kenia
 Kenia
32:12,57
17 Sally Barsosio Kenia
 Kenia
32:14,00
18 Harumi Hiroyama JapanJapan Japan 32:15,12
19 Elva Dryer Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 32:18,16
20 Anikó Kálovics UngarnUngarn Ungarn 32:21,47
21 Kate O’Neill Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 32:24,04
22 Galina Bogomolowa RusslandRussland Russland 32:25,10
23 Adriana Fernández MexikoMexiko Mexiko 32:29,57
24 Benita Willis AustralienAustralien Australien 32:32,01
25 Haley McGregor AustralienAustralien Australien 33:35,27
26 Kayoko Fukushi JapanJapan Japan 33:48,66
27 Natalia Cerches Moldau RepublikRepublik Moldau Moldau 34:04,97
DNF Souad Aït Salem AlgerienAlgerien Algerien
Natalija Berkut UkraineUkraine Ukraine
Paula Radcliffe Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Großbritannien
Fernanda Ribeiro PortugalPortugal Portugal
  • Die Olympiafünfte Lornah Kiplagat, in Kenia geboren, für die Niederlande startend
    Die Olympiafünfte Lornah Kiplagat, in Kenia geboren, für die Niederlande startend
  • Die Lettin Jeļena Prokopčuka belegte Rang sieben
    Die Lettin Jeļena Prokopčuka belegte Rang sieben
  • Die Russin Lidija Grigorjewa kam auf den achten Platz
    Die Russin Lidija Grigorjewa kam auf den achten Platz
  • Helena Javornik aus Slowenien wurde Olympiazehnte
    Helena Javornik aus Slowenien wurde Olympiazehnte
  • Die Japanerin Megumi Oshima kam auf Rang dreizehn
    Die Japanerin Megumi Oshima kam auf Rang dreizehn
  • Die Deutsche Sabrina Mockenhaupt belegte Platz fünfzehn
    Die Deutsche Sabrina Mockenhaupt belegte Platz fünfzehn
  • Anikó Kálovics aus Ungarn kam auf Rang zwanzig
    Anikó Kálovics aus Ungarn kam auf Rang zwanzig
  • Paltz 26 gab es für die Japanerin Kayoko Fukushi
    Paltz 26 gab es für die Japanerin Kayoko Fukushi
  • Die Algerierin Souad Aït Salem erreichte nicht das Ziel
    Die Algerierin Souad Aït Salem erreichte nicht das Ziel
  • Auch die Britin Paula Radcliffe gab das Rennen auf
    Auch die Britin Paula Radcliffe gab das Rennen auf
  • Die Portugiesin Fernanda Ribeiro kam nicht ins Ziel
    Die Portugiesin Fernanda Ribeiro kam nicht ins Ziel

Video

Einzelnachweise

  1. IAAF Statistics Handbook, Peking 2015 Seite 796 (engl.), abgerufen am 7. Mai 2018
{{bottomLinkPreText}} {{bottomLinkText}}
Olympische Sommerspiele 2004/Leichtathletik – 10.000 m (Frauen)
Listen to this article