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Reichsstraße (Österreich)

Straße in Österreich Aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

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Reichsstraße oder Ärarialstraße (auch Aerarial-Straße, ärarische Straße; von lat. Aerarium ‚öffentlicher Schatz‘, ‚Staatsschatz‘) war im kaiserlichen Österreich, amtlich seit 1867 in den im Reichsrat vertretenen Königreichen und Ländern, bis 1918 die Bezeichnung für eine vom Staat (k.k. Ministerium) unterhaltene Fernstraße. Weitere Bezeichnungen waren Kaiserstraßen, Chausseen, Königswege, Herrenwege oder Staatsstraßen.[1] Erbaut und unterhalten wurden diese Straßen mit Hilfe eines teilweise selbst betriebenen, teilweise verpachteten Mautsystems, dessen Einnahmen in den „Wegefonds“ oder „Straßenbaufonds“ flossen. Zuletzt war 1908–1918 das k.k. Ministerium für öffentliche Arbeiten für die Reichsstraßen zuständig.[2] Diese wurden großteils von den nachfolgenden Nationalstaaten übernommen, in Österreich wurden daraus 1921 die mit Unterbrechung bis 2002 existierenden Bundesstraßen, die nach der Übertragung der Verwaltung an die Bundesländer heute noch immer die Bezeichnung «B» führen.

Ihnen standen gegenüber die „nicht ärarischen Straßen“ (ein Begriff, der sich bis zum „Anschluss“ Österreichs 1938 hielt). Das waren von den einzelnen Kronländern/Bundesländern unterhaltene Landesstraßen, von den politischen Bezirken unterhaltene Bezirksstraßen und von Gemeinden errichtete Gemeindestraßen, die in einigen Kronländern (z. B. Böhmen, Steiermark, Galizien, Kärnten, Krain, Oberösterreich, Salzburg) bis zum Schluss innerhalb ihrer politischen Sprengel verwaltet wurden, während in anderen Kronländern (Niederösterreich, Mähren, Schlesien, Istrien, Görz-Gradiska) „Straßenkonkurrenzbezirke“ aus den Gemeinden der Bezirksgerichtssprengel gebildet wurden und die Geschäftsleitung einem „Bezirksstraßenausschusse“ oblag.[1]

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Statistische Übersicht

Weitere Informationen Kronland, Cisleithanien ...
  1. Wurde 1849 ein eigenes Kronland.
  2. Auch als „(Triest), Görz, Gradisca, Istrien, etc.“ bezeichnet.
  3. Das Königreich Lombardo-Venetien ist 1815 entstanden, es wurden 1851 zwei eigenständige Kronländer. Nach Oktober 1859 musste die Lombardei an Frankreich abgetreten werden und kam 1861 zu Italien. Die gemeinsame Bezeichnung wurde bis 1866 beibehalten, als Venetien an Italien fiel.
  4. Kronland 1849 entstanden aus Teilen Ungarns und der Militärgrenze. Nach Dezember 1860 aufgegangen in Ungarn und Kroatien-Slawonien.
  5. 1867 aus der Selbstständigkeit ein Land der Ungarischen Krone.
  6. 1849 Teile an Woiwodschaft Serbien und Temeser Banat. 1881 aufgeteilt auf Ungarn und Kroatien-Slavonien
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Niederösterreich und Wien

Zusammenfassung
Kontext
Weitere Informationen Alter Name, Länge Meilen ...
Weitere Informationen Brücke, Länge Klafter ...
Weitere Informationen Name, Länge 1861 ...
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Oberösterreich

In Oberösterreich gab es unter anderem folgende Reichsstraßen:

Salzburg

In Salzburg gab es unter anderem folgende Reichsstraßen:

Steiermark

In der Steiermark gab es unter anderem folgende Reichsstraßen:

Tirol

In Tirol (damals inklusive Südtirol und Trentino) gab es unter anderem folgende Reichsstraßen:

Vorarlberg

In Vorarlberg gab es unter anderem folgende Reichsstraßen:

Böhmen

In Böhmen (heute Tschechien) gab es unter anderem folgende Reichsstraßen:

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Mähren

In Mähren (heute Tschechien) gab es unter anderem folgende Reichsstraßen:

Österreichisch-Schlesien

In Österreichisch-Schlesien (heute Tschechien) gab es unter anderem folgende Reichsstraßen:

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Galizien

In Galizien (heute Polen bzw. Ukraine) gab es unter anderem folgende Reichsstraßen:

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Krain

In Krain (heute Slowenien) gab es unter anderem folgende Reichsstraßen:

  • Agramer Reichsstraße von Laibach in Richtung Agram / Zagreb
  • Karlstädter Reichsstraße von Rudolfswerth in Richtung Karlstadt / Karlovac
  • Loibler Reichsstraße von Krainburg in Richtung Loiblpass
  • Wiener Reichsstraße von Ljubljana / Laibach in Richtung Wien
  • Wurzner Reichsstraße von Krainburg in Richtung Wurzenpass / Korensko sedlo

Quellen

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