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Namibia

Staat im südlichen Afrika / aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Namibia (amtlich Republik Namibia; deutsche Aussprache [naˈmiːbi̯a]; englisch Republic of Namibia) ist ein Staat im südlichen Afrika zwischen Angola, Botswana, Sambia, Südafrika und dem Atlantischen Ozean. Ein Vierländereck im Nordosten wird knapp verfehlt, da die Grenze zu Simbabwe etwa 40 Meter entfernt liegt.

Quick facts: ...
Republik Namibia
Republic of Namibia
Flagge Wappen
Wahlspruch: Unity, Liberty, Justice
(englisch für „Einheit, Freiheit, Gerechtigkeit“)
Südgeorgien (Vereinigtes Königreich)Frankreich (Französisch-Guayana)Dänemark (Grönland)Moldau
Amtssprache Englisch

diverse Nationalsprachen, darunter auch Deutsch

Hauptstadt Windhoek
Staats- und Regierungsform semipräsidentielle Republik
Staatsoberhaupt Präsident
Hage Geingob (seit 21. März 2015)
Regierungschef Premierministerin
Saara Kuugongelwa-Amadhila (seit 21. März 2015)
Fläche 824.116 km²
Einwohnerzahl 2.324.388 (2016)
Bevölkerungsdichte 2,83 Einwohner pro km²
Bevölkerungs­entwicklung + 1,9 % (Schätzung für das Jahr 2019)[1]
Bruttoinlandsprodukt
  • Total (nominal)
  • Total (KKP)
  • BIP/Einw. (nom.)
  • BIP/Einw. (KKP)
2021[2]
  • 12 Milliarden USD (142.)
  • 25 Milliarden USD (145.)
  • 4.826 USD (115.)
  • 9.960 USD (120.)
Index der menschlichen Entwicklung 0,615 (139.) (2021) [3]
Währung Namibia-Dollar (NAD)
als akzeptiertes Zahlungsmittel auch
Südafrikanischer Rand (ZAR)
Unabhängigkeit 21. März 1990 (von Südafrika)
National­hymne Namibia, Land of the Brave (Namibia, Land der Tapferen)
Nationalfeiertag 21. März
(Unabhängigkeitstag)
Zeitzone UTC+2
Kfz-Kennzeichen NAM
ISO 3166 NA, NAM, 516
Internet-TLD .na
Telefonvorwahl +264
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Die Hauptstadt und größte Stadt Namibias ist Windhoek. Das Land ist seit 1990 (Resolution 652) Mitglied der Vereinten Nationen (UNO), der Entwicklungsgemeinschaft des südlichen Afrika (SADC), der Zollunion des Südlichen Afrika (SACU) sowie der Afrikanischen Union (AU) und des Commonwealth of Nations.

Die trockene Landschaft war ursprünglich von den Völkern der San („Buschleute“) und der Damara besiedelt. Etwa seit dem 14. Jahrhundert wanderten Bantu im Zuge der Bantu-Migration in das Land ein. Das Gebiet des heutigen Namibia wurde im Jahre 1884 ein Schutzgebiet des Deutschen Reiches und blieb bis zum Ende des Ersten Weltkrieges eine deutsche Kolonie mit dem Namen Deutsch-Südwestafrika. In den Jahren 1904 bis 1908 schlug die deutsche Kolonialmacht den Aufstand der Herero und Nama gewaltsam nieder und verübte dabei einen Völkermord. 1920 stellte der Völkerbund Namibia unter südafrikanisches Mandat – faktisch als südafrikanische Kolonie –, das seine eigenen Gesetze, wie die zur Apartheid, in Namibia einführte.

Namibia erlangte im Zuge des Namibischen Befreiungskampfes am 21. März 1990 – mit Ausnahme von Walvis Bay und den Penguin Islands, die bis 1994 unter südafrikanischer Kontrolle standen – die Unabhängigkeit von Südafrika. Der 21. März ist seitdem Nationalfeiertag des Landes.

Namibia ist aufgrund des großen Flächenanteils der Namib nur sehr dünn besiedelt. Das Land hat etwa 2,3 Millionen Einwohner. 18 Prozent der Bevölkerung leben unter der namibischen Armutsgrenze (Stand November 2016), gegenüber 28,7 Prozent 2009.[4] Namibia hat eine stabile parlamentarische Demokratie. Die namibische Wirtschaft ist stark durch die Bereiche Landwirtschaft, Tourismus und Bergbau (Uran, Gold, Silber und unedle Metalle) geprägt.