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Nicola Spirig Hug
Schweizer Triathletin Aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
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Nicola Spirig Hug (* 7. Februar 1982 in Bülach als Nicola Spirig)[1] ist eine ehemalige Schweizer Triathletin und fünffache Olympiastarterin (2004, 2008, 2012, 2016 und 2020).
Ihre bisher grössten Erfolge sind der Olympiasieg 2012, sieben Europameistertitel (2009, 2010, 2012, 2014, 2015, 2018 und 2021) sowie je ein Welt- und Europameistertitel bei den Juniorinnen. Hinzu kommt noch ein U23-Weltmeistertitel im Duathlon (2003). Spirig Hug ist vielfache Schweizer Meisterin Duathlon und Triathlon, und sie wird in der Bestenliste Schweizer Triathletinnen auf der Ironman-Distanz geführt.
Neben ihrer sportlichen Karriere studierte sie an der Universität Zürich Rechtswissenschaften und schloss das Studium erfolgreich mit magna cum laude ab.
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Werdegang
Zusammenfassung
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Nicola Spirig wuchs in einer sportlichen Familie auf – ihre Eltern Ursula und Josef Spirig waren beide als Sportlehrer aktiv, und sie wurde 15 Jahre lang von ihrem Vater trainiert.[2] Spirig bestritt als 10-Jährige 1992 ihren ersten Schülertriathlon, war aber als Juniorin auf nationaler Ebene zunächst in der Leichtathletik erfolgreich. So wurde sie Schweizer Juniorenmeisterin im 5000-Meter-Lauf und im Crosslauf.
Bei den Junioreneuropameisterschaften 1999 und 2000 im Crosslauf erreichte sie den zweiten Platz. Im gleichen Zeitraum bestritt sie auch Duathlons. In dieser Disziplin wurde sie je einmal Juniorenweltmeisterin, Junioreneuropameisterin und U23-Weltmeisterin.
Juniorenweltmeisterin Triathlon 2001
Ebenfalls Juniorenweltmeisterin wurde Spirig 2001 im Triathlon. Aufgrund der bis dahin erbrachten Leistungen erhielt sie 2001 im Rahmen der Wahl der Sportler des Jahres die Auszeichnung als beste Newcomerin. Auch in der Kategorie U23 gehörte sie zur Weltspitze (zweimal Dritte bei Weltmeisterschaften, einmal Zweite bei Europameisterschaften).
Olympische Spiele 2004
Sie nahm an den Olympischen Spielen 2004 in Athen teil und erreichte den 19. Platz (1,5 km Schwimmen, 40 km Radfahren und 10 km Laufen).
Bei den Eliteathleten stellten sich die Erfolge ab 2007 ein, als Spirig bei der Europameisterschaft in Kopenhagen die Bronzemedaille gewann. Im selben Jahr siegte sie erstmals in einem Triathlon-Weltcuprennen (in Eilat) und in einem Rennen der Kategorie Ironman 70.3 (in Rapperswil). 2008 folgte der zweite Weltcupsieg in Kitzbühel.
Triathloneuropameisterin Kurzdistanz 2009
2009 wurde sie Triathloneuropameisterin auf der Kurzdistanz. Diesen Titel konnte sie 2010 in Irland erfolgreich verteidigen. 2009 wurde sie auch Schweizer Meisterin im 5000-Meter-Lauf, und 2010 wurde sie zudem Vizeweltmeisterin auf der Triathlonkurzdistanz.



Spirig wurde für die Saison 2011 von der Internationalen Triathlon Union (ITU) zum Mitglied der «Gold Group» ernannt – die zehn besten Frauen und Männer der Vorjahre repräsentieren die ITU in der Öffentlichkeit und sichern ihren nationalen Verbänden für jedes der sieben Rennen der ITU World Championship Series einen zusätzlichen Startplatz.[3]
Siegerin Olympische Spiele 2012
Nicola Spirig war Mitglied des Swiss Triathlon Team London 2012. Im April 2012 holte sie ihren dritten Titel bei den Triathlon-Europameisterschaften in Israel. Im Mai wurde sie Schweizer Duathlonmeisterin. Sie konnte sich zudem im Juni 2012 bereits das dritte Mal für einen Startplatz bei den Olympischen Spielen qualifizieren und startete in London zusammen mit Daniela Ryf, Sven Riederer und Ruedi Wild für die Schweiz.[4] Nach einem spannenden Schlussspurt holte sie die Goldmedaille vor der zeitgleich ins Ziel einlaufenden Schwedin Lisa Nordén. Damit holte sie zwölf Jahre nach dem Erfolg von Brigitte McMahon die zweite Goldmedaille im Triathlon für die Schweiz.
Am 6. April 2014 unterbot sie beim Zürich-Marathon mit ihrer Zeit (2:42:53 h) die Limite für die Leichtathletik-Europameisterschaften 2014. Im Juni wurde sie in Kitzbühel zum vierten Mal Europameisterin auf der Triathlon-Kurzdistanz. Im November startete sie erstmals auf der Ironman-Distanz in Mexico (3,86 km Schwimmen, 180,2 km Radfahren und 42,195 km Laufen) und konnte das Rennen gewinnen.
Zusammen mit Nino Schurter, Jolanda Neff (beide Mountainbike) und Giulia Steingruber (Kunstturnen) nahm sie im Juni an den Europaspielen 2015 in Baku teil und konnte den Triathlonbewerb gewinnen.[5] In Genf wurde sie im Juli zum fünften Mal Europameisterin auf der olympischen Kurzdistanz. In der Triathlon-Weltmeisterschafts-Rennserie 2015 belegte sie als beste Schweizerin den 17. Rang.
2. Rang Olympische Spiele 2016
Im März 2016 wurde sie im ersten Rennen der Weltmeisterschaftsrennserie auf dem Rad in einen Sturz verwickelt und zog sich einen mehrfachen Bruch des linken Handrückens zu.[6] Sie konnte sich 2016 zum vierten Mal für einen Startplatz bei den Olympischen Spielen qualifizieren und ging am 20. August in Rio de Janeiro für die Schweiz an den Start – zusammen mit Andrea Salvisberg, Jolanda Annen und Sven Riederer; Spirig wurde Zweite.
Sie wurde vom Australier Brett Sutton betreut (er coacht auch Daniela Ryf; «Trainer des Jahres 2017»).[7]
2017 kündigte sie für den St. Moritz Duathlon am 6. August den ersten Start nach ihrer Mutterschaftspause an, und sie konnte das Rennen wie schon im Vorjahr erneut gewinnen.[8]
Im Juli 2018 wurde Spirig Hug in Seedorf nach 2010 und 2016 zum dritten Mal Schweizer Meisterin auf der Triathlonsprintdistanz.[9] Im August holte sie in Glasgow zum sechsten Mal den Titel der Europameisterin – was vor ihr noch keine Athletin geschafft hatte.[10] In der Jahreswertung der ITU World Championship Series 2018 belegte sie nach dem letzten Rennen im September in Australien als beste Schweizerin den 27. Rang.
Im Juli 2020 verletzte sie sich im Training bei einem Sturz mit dem Rad und brach sich dabei den Radiuskopf am linken Ellenbogen.[11]
Im Mai 2021 qualifizierte sie sich zusammen mit Alissa König, Andrea Salvisberg und Max Studer in der Schweizer Staffel für einen Startplatz bei den Olympischen Spielen in Tokio.[12] Im Juni 2021 wurde die 39-Jährige bei der Challenge Walchsee-Kaiserwinkl ETU-Europameisterin auf der Halbdistanz (1,9 km Schwimmen, 90 km Radfahren und 21 km Laufen). Spirig Hug wurde ebenso im Juni von Swiss Olympic selektioniert für die Triathlon-Wettkämpfe an den Olympischen Spielen in Tokio – zusammen mit Jolanda Annen, Max Studer und Andrea Salvisberg.[13] Im Juni wurde sie Europameisterin auf der Triathlon-Mitteldistanz.
Sub8-Projekt 2022
Im Januar 2021 hatte Spirig angekündigt, im Frühling 2022 einen Ironman unter «optimalen Bedingungen» zu bestreiten, den sie als erste Frau in der Geschichte in unter acht Stunden absolvieren wollte.[14] Dieses Projekt wurde von Chris McCormack initiiert. Neben Spirig trat am 5. Juni 2022 auch die Britin Katrina Matthews an. Bei den Männern wollten am selben Tag der Brite Joe Skipper sowie der Norweger Kristian Blummenfelt eine Zeit unter sieben Stunden erreichen.[15][16][17] Spirig absolvierte die Ironman-Distanz in 7:34:19 Stunden und stellte damit die zweitschnellste je gemessene Zeit einer Frau über diese Distanz ein.[18] Die Rahmenbedingungen waren jedoch gegen die aktuell und international geltenden Regeln – so wurde das Radfahren als Mannschaftszeitfahren ausgetragen, und pro Teildisziplin gab es bis zu zehn Tempomacher.
Spirig Hug beendete ihre Karriere nach 30 Jahren Spitzensport am 17. September 2022[19] mit einem zweiten Rang im Greifenseelauf.[20]
Privates
Seit 2013 ist sie mit dem Ex-Triathlonprofi Reto Hug (* 1975) verheiratet. Das Paar wohnt mit seinen zwei Söhnen und seiner Tochter im zürcherischen Bachenbülach.[21] Neben der sportlichen Aktivität ist Nicola Spirig als Referentin für Unternehmen tätig.
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Auszeichnungen
- 2000: Nachwuchsathletin des Jahres, Schweizer Sporthilfe
- 2001: Newcomer des Jahres (Schweiz)
- 2012: Sportler des Jahres (Schweiz)
- 2015, 2016: ETU Athletin des Jahres
- 2023: The Lifetime Kudos, Pro Triathlete – Im Januar 2023 wurde Nicola Spirig Hug von der PTO für ihr Lebenswerk geehrt.[22]
Sportliche Erfolge
Zusammenfassung
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Triathlon Sprint-, Kurz- und Mitteldistanz
Triathlon Langdistanz
Triathlon Olympische Spiele
Triathlon-Weltmeisterschaften
Triathlon-Europameisterschaften
Triathlon Schweizer Meisterschaften
Duathlon
Langstreckenlauf
(DNF – Did Not Finish)
- Team-Europameisterschaft: Goldmedaille 2000, Silbermedaille 2002, Silbermedaille 2006
- Schweizer Juniorenmeisterin 5000 m: 2000, 2001
- Schweizer Meisterin Crosslauf: 2001 und 2009
- Junioren-EM Crosslauf: Silbermedaille 1999 und 2000
- Schweizer Meisterin 5000-Meter-Lauf: 2009
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Literatur
- Nicola Spirig Hug im Munzinger-Archiv (Artikelanfang frei abrufbar).
Weblinks
Commons: Nicola Spirig – Sammlung von Bildern
- Website von Nicola Spirig Hug
- Profil für Nicola Spirig Hug beim Institut für Angewandte Trainingswissenschaft, abgerufen am 14. Juli 2014
- World Triathlon – Nicola Spirig
- Nicola Spirig Hug in der Datenbank von Olympedia.org (englisch)
- Nicola Spirig Hug in der Datenbank von World Athletics (englisch)
Einzelnachweise
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